DAUN, 09.05.2018 - 12:07 Uhr
Digital-TV - Kabel

Unitymedia: ARD zahlt 31 Million Euro Einspeiseentgelte

Die ARD zahlt dem Kabelnetzbetreiber Unitymedia im Zuge der kürzlich erzielten Einigung auf einen neuen Verbreitungsvertrag (InfoDigital berichtete) rückwirkend 31,2 Millionen Euro für die Kabeleinspeisung ihrer Programme. Das geht aus dem Bericht der Unitymedia-Muttergesellschaft Liberty Global für das erste Quartal 2018 hervor. Ein Sprecher von Unitymedia bestätigte die Zahlung gegenüber InfoDigital.

„Der in Q1 geflossene Betrag ist Bestandteil eines umfassenden Vertrags, der unter anderem auch die Beilegung der zurückliegenden Rechtsstreitigkeiten, die sich auf die Einspeiseentgelte der Jahre seit 2013 bezogen, umfasst. Eine Zuordnung bestimmter Beträge auf einzelne Jahre ist nicht möglich, da es sich um eine pauschalierte Gesamtregelung handelt“, sagte der Sprecher. Zur Höhe der jährlichen Einspeiseentgelte, die die ARD ab 2018 zahlt, wollte er sich nicht äußern. „Über die Details der Vereinbarung wurde Stillschweigen vereinbart.“

Die ARD will sich zu dem gesamten Thema nicht äußern. „Wir sehen uns leider aus kartellrechtlichen Gründen gehindert, öffentlich Angaben zu verbreiten, die Rückschlüsse auf Vertragskonditionen mit bestimmten Kabelnetzbetreibern erlauben“, sagte ein ARD-Sprecher gegenüber InfoDigital. „Wir bitten dafür um Verständnis.“

Die Zahlung dürfte angesichts der derzeitigen Diskussion um Kosteneinsparungen bei den öffentlich-rechtlichen Anstalten für Wirbel sorgen.

Bei den Kundenzahlen spürte Unitymedia im ersten Quartal eine erhöhte Kündigungsrate aufgrund von Preiserhöhungen. Insgesamt wurden 29.000 neue Kundenverträge abgeschlossen, davon 26.200 für Breitband-Internet - weniger als im gleichen Quartal des Vorjahres, in dem 31.500 Breitbandkunden dazu kamen.

Die Nachfrage nach schnellen Internetzugängen ist weiterhin hoch: 80 Prozent der neuen Breitbandkunden entscheiden sich im ersten Quartal 2018 für eine Datenrate von 150 Mbit/s oder mehr. Bei der Datennutzung lagen die Unitymedia-Kunden mit 144 GB/Monat im ersten Quartal über dem bundesdeutschen Durchschnitt von 79 GB/Monat.

Für die Multimedia-Plattform Horizon TV entschieden sich 33.000 neue Kunden. Insgesamt nutzen damit 724.000 Unitymedia-Kunden Horizon TV, das entspricht 11 Prozent des TV-Kundenbestands. Die Zahl der Mobilfunkkunden ging im ersten Quartal um 17.000 auf 304.000 zurück.

Von Dr. Jörn Krieger

 


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