DAUN, 20.11.2020 - 14:23 Uhr
Digital-TV

Vodafone-Umfrage zum Weltfernsehtag: Rolle des Fernsehens in Corona-Zeiten

Mit dem Rückzug ins Private Zuhause ist die Fernsehnutzung zuletzt deutlich gestiegen. Laut einer Bitkom-Umfrage im Mai 2020 sagten 98 Prozent der Befragten, dass Sie TV und Radio nutzen, um sich über Corona zu informieren. Zum Weltfernsehtag am 21. November wollte der Kölner Kommunikationsanbieter- und Kabelnetzbetreiber Vodafone genau wissen, welche Rolle TV für die Deutschen in Corona-Zeiten spielt.

Zu welcher Tageszeit und auf welchen Sendern bringen sich die Deutschen auf den neuesten Stand? Und welches Genre wird am häufigsten als Informationsquelle genutzt? Das sind die Antworten einer aktuellen Umfrage von Vodafone.

Wenn es um die Glaubwürdigkeit von Medien geht, rangiert das Fernsehen als Informationsquelle deutlich vor dem Internet. Erste Anlaufstelle für Corona-Neuigkeiten sind dabei öffentlich-rechtliche Sender. Rund 71 Prozent der Befragten gaben an, dass sie diese dem Privatfernsehen deutlich vorziehen – und zwar morgens und abends. Nachrichtensendungen und Talkshows sind unter den beliebtesten Formaten. Gern gesehene Gäste bei Diskussionsrundensind vor allem Wissenschaftler und Virologen. Auf Journalisten können rund 28 Prozent der Befragten verzichten. Und was wird geschaut, wenn man sich von Corona-Themen ablenken möchte? Befragte unter 30 Jahren gaben an, dass sie vor allem Comedy & Unterhaltung schauen, während Rentner Nachrichtensendungen und Tierdokumentationen bevorzugen. Sport-Sendungen verzeichneten dagegen im Vergleich zu der Zeit vor Corona kaum Zuwachs.

Unentschlossene TV-Zapper bleiben bevorzugt bei Corona-Thema hängen. Sendungen zum Klimawandel lassen bei rund 31 Prozent der Befragten den Zeigefinger erstarren. 37 Prozent der Befragten – Jung und Alt – wünschen sich noch mehr Sendungen zum Klimawandel im Fernsehen.

Aber hat das Corona-Virus auch Auswirkungen auf das Fernsehverhalten? Auf die Frage, was bei einer Berichterstattung zu Corona zum Umschalten führt, sagten rund 34 Prozent der Befragten, dass Corona für sie einfach zu viel Platz im Fernsehen einnimmt. Rund 23 Prozent vermissen tatsächliche Neuigkeiten und schalten um.

Medienwissenschaftler sind sich einig: Das ‚mediale Lagerfeuer‘ flackert in Corona-Zeiten wieder in den deutschen Wohnzimmern auf. Aber wie nachhaltig lodert das Feuer in Zukunft? Hat es mit technischer Unterstützung eine Chance? Rund 84 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sich nicht vorstellen können, klassische Fernsehabende in virtueller Umgebung mit Freunden zu verbringen. Gemeinschaftlich mit Abstand fernsehen in virtueller Realität? Derzeit noch schwer vorstellbar!

Eine gute Nachricht gibt es aber für Arbeitgeber: Rund 83 Prozent der befragten Home-Office-Arbeiter gaben an, dass sie den Fernseher nie oder nur selten während der Arbeitszeit angeschaltet haben. Vielleicht läuft das Home-Office deshalb in vielen Unternehmen so erfolgreich…

TV-Empfangswege

Der Kabelnetzbetreiber Vodafone erreicht über sein Kabelnetz 24 Millionen Haushalte und hat 14 Millionen TV-Kunden. Damit ist Vodafone der, laut eigenen Angaben größte TV-Anbieter Deutschlands. Der größte Teil der deutschen TV-Haushalte empfängt das TV-Signal laut Digitalisierungsbericht Video 2020 über Kabel oder Satellit. Beide Empfangswege werden von jeweils etwa 44 Prozent der TV-Haushalte in Deutschland genutzt (44,1 % Satellit, 43,6% Kabel). Weitere Zugangswege sind terrestrische Übertragung (DVB-T2) und Internet-Fernsehen (IPTV).

Weltfernsehtag

Der Welttag des Fernsehens wurde 1996 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen ins Leben gerufen Er erinnert an die gesellschaftliche und kulturelle Rolle des Fernsehens und dessen Funktion für die soziale und wirtschaftliche Entwicklung.

Hinweise zur Methodik

Gemeinsam mit dem Meinungsforschungsunternehmen Civey hat Vodafone am 17. und 18. November 2020 in einer repräsentativen Umfrage 2.000 Personen befragt. Die Umfrage wurde online erhoben. Alle Teilnehmer haben u.a. Daten wie Alter, Geschlecht und Wohnort angegeben und wurden registriert sowie verifiziert. Etwaige Verzerrungen korrigiert Civey durch ein mehrstufiges Gewichtungsverfahren. Der Fokus lag auf den drei übergeordneten Themenblöcken Gewohnheitsveränderungen, Vertrauen in und Glaubwürdigkeit des Fernsehens sowie Wünsche für die Zukunft, die jeweils mit vier Umfragen abgedeckt wurden. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Einwohner der Bundesrepublik ab 18 Jahren. Der statistische Fehler der Gesamtergebnisse liegt bei 3,5 Prozent.

Zusätzliche Informationen zur Methodik erhalten Interessierte auf www.civey.com.


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