DAUN, 20.11.2017 - 11:19 Uhr
Digital-TV - Kabel

wilhelm.tel startet Analogabschaltung

Die norddeutsche Kabelgesellschaft wilhelm.tel stellt die Verbreitung analoger Fernsehprogramme in ihrem Kabelnetz ein. Den Anfang macht Norderstedt, wo die Umstellung auf eine rein digitale TV-Versorgung in der Zeit vom 15. Januar bis 25. März 2018 schrittweise stattfindet. Damit sich die Kabelkunden individuell darauf einstellen können, verschickt wilhelm.tel zwei Wochen vor dem genauen Umstellungstermin ein Schreiben an die betroffenen Haushalte.

Mit der Analogabschaltung will die Tochter der Stadtwerke Norderstedt die Schieflage beenden, dass analoge und digitale Sender ziemlich genau den gleichen Anteil der verfügbaren Kapazitäten im Kabelnetz belegen, aber die analogen Sender nur 9 Prozent der insgesamt ausgestrahlten Sender ausmachen. Analoges Kabelfernsehen sei also „alles andere als effizient“, heißt es in einer Mitteilung. Daher müssten die Sender ihren Platz frei machen für digitale Angebote.

 „Rund 300 neue Sender - egal, ob SD, HD oder Ultra HD - kann das Netz so aufnehmen. Möglichst viele dieser Sender sollen freie Programminhalte beinhalten. Denn die Bereitschaft, für Programmfernsehen in HD- statt SD-Qualität Geld auszugeben, scheint gering“, sagte Theo Weirich, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb bei wilhelm.tel.

Moderne Fernseher haben meist bereits einen DVB-C-Tuner für digitales Kabelfernsehen eingebaut, ältere Modelle lassen sich per Digitalreceiver nachrüsten. Ein Test soll Klarheit schaffen, welche Haushalte betroffen sind: „Viele Kunden wissen nicht, ob sie analoge oder digitale Sender schauen. Und wir wissen es auch nicht“, sagte Nicolas Fahl, Projektleiter Kabel 4.0 bei wilhelm.tel. „Und so kamen wir auf die Idee, einen Testtag durchzuführen. Am 28. November 2017 im Zeitraum vom 08.55 bis 19.55 Uhr versehen wir alle analogen Sender pro Stunde fünf Minuten lang mit einem Lauftext. Wer die Informationen per Lauftext sieht, der ist von der Analogabschaltung betroffen. Alle anderen können weitermachen wie bisher“, erklärte Fahl.

Im einfachsten Fall reicht ein Sendersuchlauf, um die digitalen TV-Programme einzulesen. Es kann aber auch sein, dass ein Receiver oder neuer Fernseher angeschafft werden müssen. „Im ServiceCenter in der Heidbergstraße stehen günstige Receiver für die Kunden bereit. Für alle, die sich bei dieser Gelegenheit einen neuen Fernseher anschaffen wollen, bereiten wir derzeit eine attraktive Aktion vor“, sagte Fahl.

Die Analogabschaltung betrifft das gesamte Kabelnetz von wilhelm.tel, wie ein Sprecher gegenüber dem Digitalmagazin erläuterte. Die weiteren Versorgungsgebiete, die nach Norderstedt folgen, sollen unter Berücksichtigung der dortigen Erfahrungen später umgestellt werden.

Die analogen Radioprogramme sind nicht betroffen.

wilhelm.tel versorgt über sein Glasfasernetz Norderstedt und das schleswig-holsteinische Umland mit TV, Internet und Telefonie.

Infos zur Analogabschaltung unter www.wilhelm-tel.de/privatkunden/fernsehen/analogabschaltung/

Von Dr. Jörn Krieger


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