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DAUN, 19.09.2022 - 09:54 Uhr
Digital-TV - Radio

Zukunft des Rundfunks in Österreich: Überlebt der Antennenempfang?

Studie „Rundfunk 2030 – Überlebt die Antenne?“ veröffentlicht

Wird es ab dem Jahr 2030 noch einen Fernsehempfang über Haus- oder Zimmerantenne geben? Oder sollen die dafür erforderlichen und letzten, verbliebenen TV-Rundfunkfrequenzen für den Mobilfunk umgewidmet werden? Diese Fragen und fundierte Antworten darauf stehen im Fokus eines 150 Seiten umfassenden Schriftenbandes mit dem Titel „Rundfunk 2030 – Überlebt die Antenne?“, den die österreichische Medienbehörde KommAustria und der Fachbereich Medien der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) am 18. September veröffentlichten.

Konkreter Anlass für die Publikation ist die World Radiocommunication Conference 2023 (WRC-23) im kommenden Jahr in Dubai, zu der die Einzelstaaten der internationalen Gemeinschaft ihre jeweiligen Positionen finden und einbringen müssen.

„Als Regulierungseinrichtung für elektronische Medien sehen wir uns in der Pflicht, einen belastbaren, fundierten Beitrag zu einer Entscheidungsfindung für die österreichische Position in dieser weitreichenden Thematik beizusteuern“, sagt Mag. Michael Ogris, Vorsitzender der KommAustria. „Ein Ende des digitalen Antennenfernsehens würde schließlich auch den Verlust eines niederschwelligen Zugangs der Menschen zu Medien- und Meinungsvielfalt und damit auf deren Teilhabe am demokratiepolitischen Diskurs bedeuten.“

Laut Mag. Wolfgang Struber, Geschäftsführer des RTR-Fachbereichs Medien, seien auch die terrestrischen Radios auf UKW/DAB+ und deren Hörerinnen und Hörer betroffen, da sich Fernsehen und Radio die großen Sendetürme teilen und der Hörfunk die Kosten dafür alleine nicht tragen könnte.

In dem Schriftenband „Rundfunk 2030 – Überlebt die Antenne?“ von KommAustria und RTR Medien erläutern hochrangige Experten aus ganz Europa, welche technischen Entwicklungen derzeit in Arbeit sind und künftig von der Verfügbarkeit der heiß umworbenen Frequenzen abhängen. Umfassend wird beleuchtet, welche Auswirkungen ein Verlust der TV-Frequenzen im Bereich von 470 bis 694 MHz auch auf andere, von den Frequenzen direkt oder indirekt abhängige Branchen hätte. So wären außer dem Hörfunk auch alle Kulturbetriebe mit ihren drahtlosen Mikrofonen existentiell betroffen.

Die Publikation „Rundfunk 2030 – Überlebt die Antenne?“ und das Titelbild der Studie in Druckauflösung stehen ab sofort auf der Website der RTR zum Download zur Verfügung.

 


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