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DAUN, 02.03.2021 - 13:07 Uhr
Digitale Welt

(ANZEIGE) Das große WhatsApp Missverständnis

(ANZEIGE) Anfang des Jahres schlug der Nachrichtendienst WhatsApp große Wellen. Die Meldung, neue Datenschutzrichtlinien implementieren zu wollen, sorgte für Besorgnis bei Nutzern wie Datenschutzexperten gleichermaßen. Hinzu kam noch, dass die Betreiber ankündigten, Konten, die den neuen Bedingungen nicht zustimmen, sperren zu wollen. Besonders besorgniserregend schien, dass WhatsApp in Zukunft Metadaten mit dem Mutterkonzern Facebook teilen wollte, um diese zu Werbezwecken zu verwenden. Doch sind all diese Sorgen wirklich begründet? Wird WhatsApp in Zukunft die neueste Werbeplattform Facebooks? *Zeit.de

Eigentlich sollte die Frist, um den neuen Bedingungen zuzustimmen, bereits verstrichen sein. Ursprünglich war nämlich der 8. Februar angekündigt worden. Inzwischen wurde dieses Ultimatum allerdings auf den 15. Mai verlegt. Der Grund dafür war die kleine Massenpanik, die durch die Ankündigung von WhatsApp hervorgerufen wurde. **Chip.de

Wovor haben die Nutzer Angst?

In der ursprünglichen Ankündigung waren zwei Aspekte für Nutzer und Datenschützer besonders bedenklich. Erstens schien es so, als ob WhatsApp in Zukunft seine Metadaten mit der Mutterfirma Facebook teilen würde. Was bedeuten würde, dass Facebook Zugriff auf Informationen über das Chatverhalten der Nutzer hätte. Das würde beinhalten, wer mit wem schreibt, wie lang die Nachrichten sind, wie viel Zeit zwischen den einzelnen Nachrichten verstreicht und wer wann wie lange online ist. Im Endeffekt alles außer dem genauen Wortlaut der Nachrichten. Zweitens waren die Bedenken entstanden, Facebook würde diese Daten nutzen, um diese an Werbekunden weiterzuverkaufen oder Werbung per Direktnachricht an WhatsApp-Nutzer verschicken. *Zeit.de

Wie gerechtfertigt sind diese Ängste?

Genau genommen wird sich für WhatsApp Nutzer nicht besonders viel ändern, zumindest nicht für europäische Nutzer. Bereits in den älteren Nutzungsbedingungen war festgeschrieben, dass WhatsApp Metadaten mit dem Mutterkonzern teilen durfte. Bei der Übernahme von WhatsApp durch Facebook im Jahr 2018 wurde dem Konzern allerdings verboten, diese Daten zu Werbezwecken zu verwenden oder an Dritte weiterzugeben. Daran ändert sich auch weiterhin nichts. Kunden außerhalb von Europa machen sich allerdings berechtigt Sorgen. ***Welt.de

In den neuen Bedingungen ändern sich lediglich einige Formulierungen, die möglicherweise in Zukunft neue Türen öffnen könnte. Die Aufregung entstand vor allem deswegen, weil die Betreiber in ihren Ankündigungen und öffentlichen Statements sehr ungenaue Informationen verbreiteten. Inzwischen kann aber mit ziemlicher Sicherheit Entwarnung gegeben werden. Denn die europäischen Gesetze sind sehr eindeutig, was die Verwendung personenbezogener Daten zu Werbezwecken angeht. ****SZ.de

In den letzten Wochen entstand so etwas wie ein Massenexodus von WhatsApp, als Nutzer schnellstmöglich den Anbieter wechselten. Die Suche nach Alternativen aus Angst vor schwerwiegenden Änderungen, die das Nutzungserlebnis verändern, ist im Moment allerdings nicht auf WhatsApp beschränkt. Momentan verhandeln die Bundesländer über ein neues Gesetz, welches das Spielerlebnis im iGaming Bereich für viele deutsche Spieler grundlegend verändern könnte. Auch hier gibt es zur Zeit noch keinen Grund zur Panik, denn es gibt weiterhin online Casinos ohne deutsche Lizenz.

In Zukunft werden sowohl WhatsApp Nutzer als auch Glücksspieler allerdings dazu gezwungen, sich mit neuen Regelungen abzufinden. Bis zum 15. Mai haben WhatsApp Nutzer noch Zeit, den Bedingungen zuzustimmen und erst ab dem 1. Juli tritt der neue Glücksspielstaatsvertrag in Kraft. Auf der Suche nach Alternativen können Sie sich also noch ein bisschen Zeit lassen.


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