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DAUN, 15.01.2020 - 08:15 Uhr
Digitale Welt - Internet

Bericht über russischen Hackerangriff weckt Sorgen bei US-Demokraten

(dpa) - Kurz vor Beginn des Amtsenthebungsverfahrens gegen US-Präsident Donald Trump hat ein Bericht über einen russischen Hackerangriff Demokraten im US-Kongress alarmiert. Eine amerikanische Firma für Cybersicherheit, Area 1, beschuldigt Russlands Militärgeheimdienst GRU, seit Anfang November 2019 das ukrainische Gasunternehmen Burisma anzugreifen, um E-Mail-Zugangsdaten von Beschäftigten zu erbeuten. Burisma spielt in der Ukraine-Affäre um möglichen Amtsmissbrauchs des Präsidenten eine Rolle.

Die US-Demokraten beschuldigen Trump, den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu Ermittlungen gegen den Sohn seines demokratischen Rivalen Joe Biden gedrängt zu haben. Hunter Biden war bis April letztes Jahr bei Burisma beschäftigt. Mit den Ermittlungen habe Trump Biden im US-Präsidentschaftswahlkampf schaden wollen, so der Vorwurf der Demokraten. Die Ukraine-Affäre hat Ermittlungen für ein Amtsenthebungsverfahren ins Rollen gebracht, dem sich Trump als dritter Präsident in der Geschichte der USA stellen muss.

Brisant ist der Bericht aber nicht nur vor diesem Hintergrund.

US-Geheimdienste werfen Russland versuchte Einflussnahme auf die Wahlen 2016 vor - und im November wird in den USA wieder gewählt.

Die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, warf Trump am Dienstag vor, die US-Wahlen nicht ausreichend zu schützen. „Die alarmierenden Berichte, dass die russische Regierung sich weiterhin zu Gunsten des Präsidenten in unsere Wahlen einmischt und um unsere Demokratie zu unterwandern, unterstreicht den dringenden Bedarf zu handeln“, erklärte Pelosi. „Amerikanische Wahlen sollten vom amerikanischen Volk, nicht von der russischen Regierung entschieden werden.“ Der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im Repräsentantenhaus, Adam Schiff, erklärte, wieder scheine russische Einflussnahme darauf abzuzielen, Trump zu helfen. Der Hackerangriff könnte der Auftakt für eine größere Einmischung in die Wahl 2020 sein, warnte er.

Aus dem Bericht von Area 1 geht nicht hervor, welche Informationen bei dem angeblichen Hackerangriff abgegriffen worden sein sollen. Der Militärgeheimdienst war im Rahmen der Ermittlungen um russische Einflussnahme im Wahlkampf 2016 direkt beschuldigt worden, hinter Hackerangriffen auf das Lager von Trumps damaliger Konkurrentin Hillary Clinton zu stecken.


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