- © Foto: Vodafone -
DAUN, 13.06.2018 - 14:23 Uhr
Digitale Welt

Cebit: Vodafone bringt die Baustelle ins Internet der Dinge

Die Baustelle wandert ins Internet der Dinge. Was skurril klingt, wird Wirklichkeit. Auf der CeBIT zeigt Vodafone wie Bauzaun, Arbeitshelm, Roboter und Kran per Mobilfunk kommunizieren. Das schützt Deutschlands Bauarbeiter vor schweren Unfällen. Das schützt Baustellenbetreiber vor kostenintensivem Diebstahl von Werkzeugen. „Deutschlands Baustellen müssen auch digitale Baustellen werden“, so Vodafone Deutschland Chef Hannes Ametsreiter. „Deutschland ist das Land der Ingenieure. Die besten Ingenieure brauchen auch die besten Technologien. Das Internet der Dinge wird unserer Bauindustrie einen neuen Aufschwung verleihen.“

Auf der CeBIT zeigt Vodafone wie ein Kranführer zukünftig mehrere Kräne an verschiedenen Standorten in Deutschland von einer Steuerzentrale aus lenken kann. Möglich wird das mit modernster Mobilfunk-Technologie, die schon bereit für 5G ist. Erstmals in Deutschland macht Vodafone damit die Fernsteuerung eines Krans in 300 Kilometern Entfernung möglich. Der Kranfahrer steuert aus einer Zentrale in Hannover, der Kran verrichtet seine Arbeit „fahrerlos“ in Aldenhoven bei Aachen. Mobilfunk ermöglicht hierbei den Informationsaustausch nahezu in Echtzeit. Denn nur so können Arbeiten aus der Ferne im Detail verrichtet werden. Hohe Bandbreiten ermöglichen zudem die Übertragung riesiger Datenmengen, um mehrere Kameraperspektiven von den verschiedenen Standorten live und in höchster Qualität zu übertragen.

Voll vernetzter Arbeitshelm sendet im Ernstfall einen Notruf an die Sicherheitszentrale

Digitale Lösungen sollen die Sicherheit der Baustellenarbeiter schützen. Denn die Statistiken sind alarmierend. Fast 40 Prozent aller tödlichen Arbeitsunfälle, die an die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) gemeldet werden, ereignen sich an Baustellen. Oftmals sind Kollisionen mit Baufahrzeugen oder schwerwiegende Stürze die Ursache. Schnelle Hilfe kann im Ernstfall Leben retten. Ein voll vernetzter Arbeitshelm, den Vodafone erstmals in Deutschland auf der CeBIT zeigt, meldet automatisch einen Alarm an eine ausgewählte Sicherheitszentrale, wenn er ungewöhnlich starke Stöße oder Stürze bemerkt. Weil auch der aktuelle Standort des Mitarbeiters im Notfall übertragen wird, können Hilfemaßnahmen direkt eingeleitet werden. Passiert ein Unfall, der nicht durch einen extreme Kollision oder einen starken Sturz ausgelöst wird, kann der Bauarbeiter per Knopfdruck einen Notruf aussenden. Ebenso misst der Helm dauerhaft Luftfeuchtigkeit und Temperatur. Halten beispielsweise extreme Temperaturen dauerhaft an, erhält die Zentrale diese Info und kann die eigenen Mitarbeiter so vor Folgeschäden schützen. Die gesamten Daten werden über das neue Maschinennetz (NB IoT) übertragen, das Vodafone aktuell großflächig in Deutschland aktiviert. Ebenfalls Bestandteil der digitalen Baustelle: Das vernetzte Arbeitsshirt. Es misst sämtliche Vitaldaten und analysiert die Körperhaltung des Trägers. So kann Langzeit-Erkrankungen und Rückenschäden vorgebeugt werden.

Der Bauzaun, der Einbrecher spüren kann

Eines der häufigsten in Deutschland gestohlenen Wertgegenstände sind Werkzeuge und Rohstoffe, die von Baustellen entwendet werden. Der wirtschaftliche Schaden, der jährlich entsteht, beziffert sich laut Bundesamt für Güterverkehr auf 138 Mio. Euro. Die Folgen für die oftmals mittelständischen Bauunternehmen sind enorm. Auf der digitalen Baustelle wird dem Diebstahl vorgebeugt. Denn Rohmaterialien und Werkzeuge lassen sich mit speziellen Narrowband IoT-Sensoren vernetzen. Werden Werkzeuge entwendet, können Sie zu jeder Zeit geortet werden. Damit es erst gar nicht zu Vandalismus und Einbrüchen auf Baustellen kommt, funkt auf der digitalen Baustelle auch der Baustellenzaun im Internet der Dinge. Integrierte Sensoren bemerken, wenn er durch unbefugte Personen beispielsweise in der Nacht geöffnet oder umgestoßen wird. Diese Information wird über das Maschinennetz von Vodafone direkt an eine Sicherheitszentrale übertragen, so dass Sicherheitskräfte die Täter direkt stellen können. Vor Ort löst der Sensor einen unmittelbaren akustischen und visuellen Alarm zur Abschreckung der Täter aus. Mit dem vernetzten Baustellenzaun können die Betreiber auch dafür Sorge tragen Sicherheitsauflagen zu jeder Zeit zu erfüllen. Denn die besagen, dass Baustellen umfassend abgesperrt sein müssen.

Optimierung der Lieferketten und Vermeidung von materiellen Engpässen vor Ort Erleichtert wird der Arbeitsalltag auf der digitalen Baustelle durch autonom fahrende Lieferroboter, die Vodafone auf der CeBIT präsentiert. Sie finden sich auf der Baustelle ganz allein zurecht und bringen den Arbeitern auf Knopfdruck die Werkzeuge, die sie benötigen. Der Baustellen-Button ist über das neue Maschinennetz von Vodafone mit dem Lieferroboter verbunden und kann flexibel für verschiedene Aufgaben im Internet der Dinge genutzt werden. Erstmals zeigt Vodafone auch die vernetzte Baustellenbox. Sie erleichtert die Zulieferung von Werkzeugen, Rohstoffen und weiteren Materialien. Zugewiesene Personen können die Baustellenbox per PIN-Code öffnen. So kann benötigte Ware durch Zulieferer zu jeder Zeit direkt bei der Baustelle abgegeben werden. Dank spezieller Sensoren kennt die Baustellenbox zu jeder Zeit den Füllstand der Baustellenbox. Diese Informationen können über das Maschinennetz von Vodafone regelmäßig und automatisch an die Logistikzentrale übertragen werden. So können beispielsweise Rohstoffe frühzeitig nachgeliefert werden, noch bevor diese auf der Baustelle ausgehen und die Arbeitsprozesse ins Stocken geraten würden. Das Management der zahlreichen IoT-Lösungen auf der digitalen Baustelle können Betreiber ab Juli einfach und übersichtlich über das neue Tracking Center von Vodafone übernehmen. Das Tracking Center bringt das Internet der Dinge für Mittelständler auf eine Plattform.


Diesen Artikel:
  • print Drucken
  • Bookmark Bookmarken

QR-Code mit dem Handy Scannen und diese(n) Seite / Artikel online Lesen:

 

Google QR Code Generator

QR Code for https://www.infosat.de/digitale-welt/cebit-vodafone-bringt-die-baustelle-ins-internet-der-dinge
Oops... Sie benutzen eine zu alte Browserversion. Um die Seite Korrekt darzustellen benutzen sie bitte mindestens den Internet Explorer 8.
navigateup

Für die Ansicht der mobilen INFOSAT Webseite drehen Sie bitte ihr Handy.