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DAUN, 28.10.2020 - 13:22 Uhr
Digitale Welt - Internet

Cybersicherheit: Zwei Drittel der Onliner braucht zusätzliche Unterstützung

Zum Abschluss des europäischen Aktionsmonats zur Cybersicherheit wurden im Deutschland Dialog für Digitale Aufklärung am Dienstag zwei Initiativen für digitale Verbraucheraufklärung vorgestellt. Anlass ist laut einer Mitteilung des Vereins „Deutschland sicher im Netz“ (DsiN) der anhaltend hohe Bedarf in der Bevölkerung an digitaler Unterstützung. „Bei zwei von drei Onlinern beobachten wir akuten Hilfsbedarf, der durch die Corona-Pandemie weiter zunimmt, weil mehr digitale Angebote genutzt werden,“ so der Ausschussleiter und DsiN-Vorstand Thomas Tschersich.

Die Cyberfibel gibt allen Lehrkräften und Wissensvermittelnden, die sich in der Verbraucheraufklärung engagieren, Anleitungen und Übungen für einen sicheren und selbstbestimmten Umgang mit dem Internet an die Hand. Das neue Standardwerk wird vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) und DsiN herausgegeben. Es ist unter www.cyberfibel.de kostenfrei abrufbar und soll künftig regelmäßig überarbeitet und erweitert werden.

Auch auf die wachsenden Bedarfe digitaler Datenkompetenz in der Mobilität hat der Dialogausschuss reagiert. „Fast jeder dritte Mensch in Deutschland hat Vorbehalte gegenüber Apps, die eine Vernetzung mit dem Auto zulassen“ erklärt Markus Burke, Projektleiter im Deutschland Dialog. Aktuelle Strategien der Bundesregierung zum automatisierten und vernetzten Fahren (AFV) gehen noch weiter und planen das vernetzte Auto, das autonom durch die Straßen fährt. Auch andere Verkehrsträger sind zunehmend digital vernetzt und von sicheren Daten abhängig. Das neue Kartenspiel „Felicitas Fogg – in 80 Karten um die Welt“ mit Augmented-Reality-App will unterhaltsam zeigen, wie Verkehrsteilnehmende in Zukunft datenkompetent und sicher ans Ziel kommen und ist in Kürze erhältlich. Gefördert wird das Angebot des Deutschland Dialogs vom Bundesverkehrsministerium.

Als Reaktion auf die steigenden Aufklärungsbedarfe hat der Dialogausschuss in seiner Sitzung einen weiteren Ausbau der Aktivitäten verabredet. Der Deutschland Dialog für Digitale Aufklärung wurde 2018 ins Leben gerufen, um Bedarfe der digitalen Verbraucheraufklärung zu identifizieren und mit Maßnahmen und Projekten im Verbund mit engagierten Partnern bundesweit entgegenzuwirken. Im Lenkungsausschuss sitzen Vertreterinnen und Vertreter des Bundes, der Verwaltung und Wirtschaft sowie der Zivilgesellschaft. Sie kommen zweimal jährlich zusammen, aufgrund der Coronabeschränkungen derzeit nur digital.


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