DAUN, 26.03.2020 - 12:58 Uhr
Digitale Welt - Internet

Deutschlandradio wird Mitglied bei „Verfolgen statt nur Löschen“

Deutschlandradio ist ab sofort Mitglied bei „Verfolgen statt nur Löschen“, einer Initiative, mit der sich Medienaufsicht, Strafverfolgung und Medienhäuser in Nordrhein-Westfalen dem Schutz von Freiheit und Demokratie im Netz verschrieben haben. Das teilte das Deutschlandradio heute mit.

Seit der Gründung im Januar 2017 arbeiten dabei verschiedene Akteure mit dem Ziel zusammen, Hassrede im Netz nicht nur zu löschen, sondern auch strafrechtlich zu verfolgen. Die Initiative konnte erste Verurteilungen von strafbaren Hass-Postings erwirken, die durch das stetig wachsende Netz an Kooperationspartnern zur Anzeige gebracht wurden.

Die Landesanstalt für Medien NRW hatte die Initiative gemeinsam mit der Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime NRW (ZAC NRW), dem Landeskriminalamt NRW, der Polizei Köln und den Medienhäusern Mediengruppe RTL Deutschland, Rheinische Post und Westdeutschem Rundfunk gegründet. Kölner Stadt-Anzeiger, Express, Deutsche Welle und der Verband der Internetwirtschaft e.V. (eco) schlossen sich 2019 an. Die Mitglieder der Projektgruppe haben die Möglichkeit, Hasskommentare direkt bei der ZAC NRW anzuzeigen, sofern Verdacht auf einen Verstoß gegen das Strafrecht besteht.

Dr. Tobias Schmid, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW, begrüßt das neue Mitglied: „In den aktuellen Tagen scheint vieles ungewiss – bis auf eines: Nur gemeinsam kann man Krisensituationen bewältigen. Umso mehr freuen wir uns, dass Deutschlandradio uns zukünftig im Kampf gegen Hassrede im Netz unterstützt und mit uns dafür einsteht, das Internet als einen Raum für konstruktive Debatte und im Sinne einer demokratischen Medienordnung zu schützen.“

Deutschlandradio-Intendant Stefan Raue: „Unsere Programme Deutschlandfunk, Deutschlandfunk Kultur und Deutschlandfunk Nova stehen für unabhängige und fundierte Information genauso wie für offene und kontroverse Debatte. Wir fordern und fördern den Respekt vor der Meinung anderer. Diesen Anspruch haben wir im Radio genauso wie im Netz. Genau deswegen gehen wir entschlossen dagegen vor, wenn ein respektvoller Umgang mit Füßen getreten wird. Hass und Hetze haben keinen Platz, nirgendwo.“

Das Deutschlandradio weist darauf hin, dass jeder, der im Internet auf Hasskommentare oder sonstige grenzwertige Inhalte stößt, sich auch an die Landesanstalt für Medien NRW wenden kann. Diese prüft die Meldung und gehe jedem Hinweis nach. Dazu muss man einfach eine E-Mail mit der entsprechenden URL an die Meldestelle der Landesanstalt für Medien NRW schicken. Die Adresse lautet: beschwerde@medienanstalt-nrw.de.


Diesen Artikel:
  • print Drucken
  • Bookmark Bookmarken

QR-Code mit dem Handy Scannen und diese(n) Seite / Artikel online Lesen:

 

Google QR Code Generator

QR Code for https://www.infosat.de/digitale-welt/deutschlandradio-wird-mitglied-bei-verfolgen-statt-nur-l-schen
Oops... Sie benutzen eine zu alte Browserversion. Um die Seite Korrekt darzustellen benutzen sie bitte mindestens den Internet Explorer 8.
navigateup

Für die Ansicht der mobilen INFOSAT Webseite drehen Sie bitte ihr Handy.