DAUN, 07.10.2015 - 15:45 Uhr
Digitale Welt - Entertainment

FRK-Kongress: Oettinger bekräftigt Forderung nach digitalem EU-Binnenmarkt

Die „Oettinger-Arena“ mit EU-Digitalkommissar Günther Oettinger gehörte zu den Höhepunkten des FRK-Kabelkongresses in Leipzig. In der Podiums-Diskussion mit Landesministern, erfolgreichen Firmengründern und Vertretern internationaler Hochschulen bekräftigte der EU-Digitalkommissar seine Forderung nach einem einheitlichen EU-Markt für digitale Services. Um die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen zu stärken, müssten  nationale Grenzen  im digitalen Markt aufgehoben werden, forderte Oettinger beim Breitband-Kongress FRK 2015 in Leipzig. Nur so könne man Europa im Wettbewerb mit den USA und China mehr Gewicht verleihen und die Herausforderungen der Digitalen Revolution in Deutschland, Europa und der Welt meistern.  Als wichtige Angriffspunkte, in denen Fortschritte erzielt werden müssen, nannte er grenzübergreifende Frequenzverteilungen sowie harmonisierte Urheber- und Datenschutz-Gesetzgebungen. Dabei müssten die neuen Gesetze nicht nur innerhalb Europas, sondern auch von internationalen Unternehmen eingehalten werden, die ihre Dienste in EU-Staaten anbieten wollen, betonte Oettinger. 
 
Schon auf der traditionellen Eröffnungsgala der IFA 2015 hatte Oettinger einen digitalen Europäischen Binnenmarkt ohne nationale Grenzen mit 510 Millionen Menschen auf Basis der Europäischen Grundpfeiler Frieden, Wertegemeinschaft, Währungsgemeinschaft und Binnenmarkt eingefordert:  „Wir wären, wenn wir ein digitaler Binnenmarkt wären, wenn wir die Digitalunion als Vision realisieren, der größte, attraktivste Marktplatz der Welt“, sagte Oettinger damals. 
 
Bei den Neuregelungen für Roaming-Gebühren bei Mobilfunk-Verträgen kann man bereits einen ersten Eindruck gewinnen, wie ein solcher digitaler EU-Markt beschaffen sein könnte. Ab dem Sommer 2017  sollen Verbraucher im EU-Ausland künftig günstiger telefonieren, im Internet surfen und SMS schreiben können, als bisher. Zwar entfallen Roaming-Gebühren durch die neue Regelung nicht gänzlich, sind aber weitestgehend gedeckelt. Oettinger feierte die Einigung als „Durchbruch“. Auch an den anstehenden EU-Neuregelungen für Datenschutz und Urheberrecht ist der EU-Digitalkommissar aktiv beteiligt. 
 

Diesen Artikel:
  • print Drucken
  • Bookmark Bookmarken

QR-Code mit dem Handy Scannen und diese(n) Seite / Artikel online Lesen:

 
Oops... Sie benutzen eine zu alte Browserversion. Um die Seite Korrekt darzustellen benutzen sie bitte mindestens den Internet Explorer 8.
navigateup

Für die Ansicht der mobilen INFOSAT Webseite drehen Sie bitte ihr Handy.