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DAUN, 08.09.2014 - 12:30 Uhr
Digitale Welt - Tablets

Hybridgeräte im Kommen - Die Notebook-Trends der IFA

Schneller, leichter, leistungsstärker und smarter - so sehen die Neuheiten unter den Notebooks aus

(dpa/tmn) Moderne Notebooks müssen viel mehr können, als nur tragbar und ausdauernd zu sein. Die auf der Elektronikmesse IFA (noch bis 10. September) gezeigten Neuheiten sind leicht, leistungsstark und können verbogen oder auseinandergenommen werden. „Der Trend bei den Notebooks geht ganz klar zum Hybridgerät“, sagt Sandra Schwarz, die sich bei der Stiftung Warentest mit Notebooks befasst.

Hybridgeräte

Lenovos überarbeitetes ThinkPad Helix ist so ein Hybridgerät. Das 11,6 Zoll große Business-Ultrabook mit Full-HD-Display lässt sich am Scharnier einfach auseinandernehmen und wird so zum Tablet. Um 180 Grad gedreht und wieder aufgesteckt, wird das Helix zum kleinen Fernsehbildschirm. Im Inneren des kleinen Geräts steckt Hardware, die sonst größere Notebooks antreibt, je nach angesteckter Tastatur sind bis zu zwölf Stunden mobiles Arbeiten möglich. Im Oktober soll es auf den Markt kommen, ein Preis steht noch nicht fest. Das Vorgängermodell kostet zwischen etwa 1300 und 1880 Euro.

Für Nutzer mit weniger Anspruch an Mobilität, dafür größeren Erwartungen an die Leistung, hat das chinesische Unternehmen das Flex 2 Pro mit zur IFA gebracht. Das 15,6-Zoll-Notebook hat ein Display, das sich durch ein Scharnier um bis zu 300 Grad umklappen lässt. Zum Filme schauen lässt es sich einfach aufstellen, ohne dass die Tastatur im Weg ist. 800 Euro soll die günstigste Ausstattungsvariante des noch in diesem Halbjahr erhältlichen Geräts kosten.

Auch am Stand von Medion geht der Trend zum flexibel verstellbaren Notebook. Das Akoya S6213T kann als normales 15,6-Zoll-Notebook, Tablet oder im Zelt-Modus aufgestellt werden. Bei dem rund 400 Euro teuren Gerät stecken Prozessor, Speicher und Grafikeinheit hinter dem Bildschirm. Die Tastatur enthält einen Akku und eine Festplatte. „Sie können den Bildschirm auch abnehmen und das Gerät wie einen All-in-One-PC betreiben“, sagt Yvonne Metje-Beck von Medion. Tastatureingaben werden dann drahtlos an den Rechner weitergegeben.

„Touchscreen wird sich weiter durchsetzen“

Beide Geräte haben eines gemeinsam: Neben der Tastatur können sie auch über ihre berührungsempfindlichen Bildschirme gesteuert werden. „Der Touchscreen wird sich weiter durchsetzen“, sagt Sandra Schwarz. „Gerade bei den Ultrabooks, aber auch bei größeren Notebooks.“ Auf den ersten Blick wirkt es noch seltsam, den einst so empfindlichen Notebookbildschirm mit den Fingern zu berühren. Doch das Zusammenspiel von Tastatur, Fingerstupsern und Wischgesten auf dem Bildschirm erschließt sich schnell. Gerade wenn man Geräte wie Toshibas Radius 11 benutzt. Das 1,3 Kilo schwere Notebook mit 11,6 Zoll großem HD-Bildschirm (circa 400 Euro) lässt sich durch sein 360-Grad-Scharnier zum Tablet umklappen und wird dann nur noch mit den Fingern bedient.

Gestensteuerung und Full-HD Bildschirm

„Gestensteuerung wird immer wichtiger“, sagt Schwarz. Denn die Tastatur wird durch die zunehmende Touch-Bedienung immer unwichtiger. Auch die Sprachsteuerung ist im Kommen. „Es ist nur eine Frage der Zeit“, sagt Schwarz. Und noch ein Trend zeichnet sich ab. Kaum ein neu vorgestelltes Notebook kommt ohne Full-HD-Bildschirm aus. „Wer Filme guckt oder spielen will, sollte auf die hohe Auflösung achten“, rät die Warentesterin.

Geforce-Grafikkarten für 3D-Spiele

Immer mehr Hersteller stoßen mit ihren Notebooks nun auch in den Spielerbereich vor. Im Vergleich zu anderen Notebooks sind die Geräte meist größer und schwerer. Auch auf die Akkulaufzeit kommt es bei den Spielgeräten nicht so sehr an. Acers Aspire V Nitro Notebooks in 15 und 17 Zoll beispielsweise bringen mit Intels Core i5- und i7-Prozessoren, bis zu 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und Geforce-Grafikkarten genug Leistung für 3D-Spiele mit. Um Staubablagerungen im Gerät durch den häufigen Lüftereinsatz vorzubeugen, hat sich Acer etwas Neues ausgedacht. Der Dust Defender genannte Lüfter soll eingesaugten Staub gleich wieder aus dem Notebook herausblasen. Die Preise liegen zwischen 700 und 1000 Euro.

Trend zu schlankeren und schnelleren Notebooks im Gamingbereich

„Leistungsstarke Spielenotebooks sind dabei, den PC als Spielgerät abzulösen“, sagt Sandra Schwarz mit Blick auf die Zukunft. „Der Trend geht auch im Gamingbereich ganz klar zu immer schlankeren und schnelleren Notebooks“, meint Stefan Böttinger vom Notebookhersteller Schenker Technologies aus Leipzig.

Cloudbooks

Weniger auf Leistung als auf Mobilität und Vernetzung kommt es bei einer anderen Geräteklasse an - den Cloudbooks. Das sind Notebooks in der 11- bis 13-Zoll-Klasse, die vergleichsweise schwache Hardware und kleine Speicher haben. Ihre Stärke ist die Verbindung ins Internet über WLAN und Mobilfunk. Sowohl Acer als auch Toshiba zeigen mit dem Chromebook 13 (Acer) und dem Chromebook 2 (Toshiba) zwei Notebooks mit langer Batterielaufzeit, die auf Googles Cloud-Computing-Dienste setzen. Beide Geräte gibt es auf Wunsch auch mit Full-HD-Bildschirm für 250 bis 300 Euro. Auch HP hat auf der IFA ein neues Chromebook vorgestellt. Im Chromebook 14 steckt nicht nur Nvidias Tegra K1 Prozessor sondern auch ein UMTS-Modem mit 200 Megabyte Datenvolumen im Monat. Das Gerät soll es aber erst im kommenden Jahr für rund 320 Euro geben.


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