DAUN, 22.01.2014 - 13:44 Uhr
Internet - Digitale Welt

Datenklau: Mehr als zwölf Millionen Anfragen besorgter Nutzer

(dpa) – Nach dem millionenfachen Klau von Online-Zugangsdaten steigt die Zahl der Anfragen besorgter Internetnutzer beim zuständigen Bundesamt weiter. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) habe auf einer eigens eingerichteten Webseite inzwischen 12,6 Millionen Anfragen erhalten, sagte Behördenchef Michael Hange am 22. Januar bei einer Konferenz zur Cybersicherheit in Berlin. Die Menschen können dort überprüfen, ob ihre E-Mail-Daten gekapert wurden. Die Zahl der Betroffenen liege mittlerweile bei 884.000, sagte Hange. Das BSI gehe von etwa acht Millionen Betroffenen in Deutschland aus. Zum Teil handele es sich bei den gestohlenen Daten auch um veraltete und ausländische Mailadressen. Die oberste Behörde für die IT-Sicherheit in Deutschland hatte am 21. Januar mitgeteilt, dass 16 Millionen Benutzerkonten gekapert worden seien (INFOSAT berichtete). Die BSI-Webseite, auf der Menschen überprüfen konnten, ob sie betroffen sind, ging schon kurz darauf unter der Flut der Anfragen in die Knie. Hange versicherte, das BSI wolle aus dem Fall lernen und eine detaillierte „Manöverkritik“ dazu machen. Die IT-Beauftragte der Bundesregierung, Cornelia Rogall-Grothe, sagte bei der Konferenz mit Blick auf den massenhaften Identitätsdiebstahl: „Wir müssen damit rechnen, dass wir in Zukunft öfter solche Vorfälle haben werden.“ Sie kündigte an, die Regierung wolle die Kapazitäten beim BSI ausbauen. Hange begrüßte diese Zusage.

www.bsi.bund.de

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