DAUN, 30.01.2014 - 14:38 Uhr
Internet - Digitale Welt

Telefónica Deutschland verliert Chef – Doppelspitze kommt

(dpa) – Der Chef von Telefónica Deutschland verlässt das Unternehmen. Rene Schuster werde Ende Januar im gegenseitigen Einvernehmen als Vorsitzender aus dem Vorstand ausscheiden, teilte das Telekommunikationsunternehmen am 29. Januar mit. Dieser Schritt geschehe im gegenseitigen Einvernehmen, hieß es. Finanzchefin Rachel Empey und Strategievorstand Markus Haas sollen zusätzlich zu ihren Ressorts gemeinsam das Unternehmen leiten. Dabei werde sich Empey auf das operative Geschäft und Haas auf die Vorbereitung der Integration von E-Plus konzentrieren. An der Börse fiel die Aktie am Vormittag des 30. Januar um fast zwei Prozent auf 5,91 Euro. Ein Händler fürchtete, dass Anleger irritiert sein könnten. Immerhin sei die Übernahme von E-Plus noch nicht abgeschlossen. Die Hintergründe für den abrupten Wechsel blieben zunächst unklar. Dem Vernehmen nach sollen sie im persönlichen Bereich liegen. Das Münchener Unternehmen wollte sich dazu nicht äußern.

EU-Kommission mit Bedenken zu Fusion

Ein Unternehmenssprecher sagte, es sei ein Signal der Kontinuität, dass nun zwei erfahrene Vorstände die Führung übernehmen. Rachel Empey kam 2004 zur Telefónica-Gruppe und ist seit 2009 Finanzchefin bei Telefónica Deutschland. Haas ist seit 1998 dabei und wurde 2009 Strategievorstand. Die beiden werden zudem gemeinsam Schusters Sitz im Executive Committee von Telefónica Europe übernehmen. In dem Gremium sitzen ausgewählte Manager des Europageschäfts.

Schuster kam 2009 zu Telefónica. Unter seiner Führung übernahm das Unternehmen HanseNet, baute die Anzahl der Kundenanschlüsse aus und ging an die Börse. Dort ist es seitdem ein Schwergewicht im TecDax. Bei der außerordentlichen Hauptversammlung am 11. Februar, auf der die Übernahme des Konkurrenten E-Plus auf den Weg gebracht werden soll, wird er nicht mehr dabei sein. Durch die Übernahme von E-Plus will Telefónica Deutschland mit seiner Kernmarke O2 zum größten Mobilfunkanbieter in Deutschland aufrücken. Die EU-Kommission hatte allerdings jüngst Bedenken angemeldet. Die Wettbewerbshüter wollen den Fall vertieft bis zum 14. Mai prüfen. Der Deal könne den Wettbewerb auf dem Mobilfunk-Markt empfindlich schwächen, schrieb die Behörde zur Begründung. Telefónica Deutschland ist dennoch zuversichtlich, die Übernahme wie geplant in der zweiten Jahreshälfte unter Dach und Fach zu bringen.

www.telefonica.de

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