DAUN, 10.03.2014 - 14:31 Uhr
Internet - Digitale Welt

Vodafone will Kabel Deutschland und Teile von Arcor zusammenlegen

(dpa) – Der britische Telekom-Konzern Vodafone will nach der Übernahme von Kabel Deutschland Teile seiner unter dem Namen Arcor bekannt gewordenen Festnetzsparte mit dem Münchner Anbieter zusammenführen. „Im Privatkundengeschäft wollen wir unsere Festnetz-Kompetenzen mit denen von Kabel Deutschland vereinen”, sagte Vodafone-Chef Vittorio Colao der „Süddeutschen Zeitung” (Ausgabe vom 8. März). Der Bereich solle künftig von Unterföhring bei München aus geführt werden, während die Festnetz-Geschäftskunden nach Unternehmensangaben weiter vom hessischen Eschborn aus betreut werden. Vodafone will mit der Übernahme vor allem der Deutschen Telekom auf ihrem Heimatmarkt das Leben deutlich schwerer machen. Bisher sind die Briten mit Deutschland-Zentrale in Düsseldorf in erster Linie auf dem Mobilfunkmarkt der ärgste Rivale der Bonner. Nun will Vodafone mit Hilfe des Kabelnetzes auch mit Angeboten aus Fernsehen, Telefon und schnellem Internet angreifen. Zu Spekulationen, Vodafone selbst könne vom US-Telekomriesen AT&T übernommen werden, sagte Colao: „Es ist ganz klar nicht mein Ziel, die Firma zu verkaufen.” Der Manager kritisierte die aus seiner Sicht zu strenge Regulierung der Telekom-Branche. Gegenüber reinen Internet-Anbietern wie Facebook oder dessen jüngstem Zukauf WhatsApp gerate man dadurch ins Hintertreffen. „Wir können die Welten, in denen Telekommunikations-, Internet- und Medienunternehmen unterwegs sind, nicht als drei verschiedene Welten betrachten. Wir brauchen einheitliche Regeln für alle”, sagte Colao der Zeitung.

www.vodafone.de

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