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DAUN, 20.10.2020 - 14:03 Uhr
Digitale Welt - Internet

Laut Studie: Fast jeder Zweite bestellt mindestens einmal im Monat im Internet

Die Corona-Pandemie hat in Deutschland zu einer verstärkten Nutzung von Onlinemedien geführt, aber auch Online-Transaktionen steigen deutlich an. Laut dem Convergence Monitor 2020 wächst der Anteil der Online-Shopper im Vorjahresvergleich sprunghaft um 9 Prozentpunkte und erreicht mit 44 Prozent einen neuen Höchststand. Damit bestellt nun schon fast jeder Zweite mindestens einmal im Monat im Internet. Gleichzeitig steigen auch die Verkäufe übers Internet deutlich an. Mit einem Plus von 5 Prozentpunkten bietet nun schon fast jeder Fünfte monatlich Produkte zum Kauf an. Auch Online-Banking ist um 5 Prozentpunkte auf 59 Prozent gestiegen, die klassische Produktinformation um 4 Prozentpunkte auf 65 Prozent.

Der Convergence Monitor wird seit 2008 von Kantar jährlich erhoben. 2020 findet er erstmals unter dem Dach der AGF Videoforschung (AGF) statt. „Die Daten zeigen deutlich, wie stark die Corona-Krise in den Alltag der Menschen eingegriffen hat. Spannend ist nun, ob diese Niveaus künftig gehalten werden oder ob es mit einer Öffnung des Lebens eine Abwärtsbewegung geben wird“, sagt Kerstin Niederauer-Kopf, Vorsitzende der Geschäftsführung der AGF Videoforschung.

Für die Studie hat Kantar 1.542 Personen im Alter zwischen 14 und 69 Jahren befragt. Die Grundgesamtheit ist die deutschsprachige Wohnbevölkerung beziehungsweise Haushalte mit mindestens einer Person zwischen 14 und 69 Jahren in Deutschland. Die Feldzeit war dieses Jahr zwischen 29. April und 5. Juni 2020.

Insgesamt ist die Internetnutzung laut der Studie im Vorjahresvergleich in fast allen Altersgruppen gestiegen. Die 14- bis 29-Jährigen verbringen mit rund 6 Stunden täglich brutto die meiste Zeit im Netz. Der Zuwachs zum Vorjahr lag bei 21 Minuten auf 370 Minuten. Die 30- bis 49-Jährigen haben die Internetnutzung von 226 auf 246 Minuten gesteigert.

Nicht nur Interaktion/Kommunikation und Transaktion im Internet sind gestiegen, auch die Mediennutzung gesamt. Vor allem Videos (+4 Minuten) und Lesen (+5 Minuten) waren hier die Treiber. Corona hat insbesondere die Nachrichten-Nutzung im Netz angetrieben. Der Anteil derjenigen, die im Netz Informationen lesen, stieg von 52 auf 57 Prozent.

Die Online-Audio-Nutzung ist insgesamt nur leicht von 60 auf 62 Prozent gestiegen. Es gibt jedoch einen deutlichen Zuwachs bei den 50- bis 64-Jährigen von 40 auf 46 Prozent. Musikstreaming und Podcasts sorgen dabei für die größten Zuwächse. Die beliebteste internetbasierte Musikquelle ist YouTube: Jeder zweite gibt an, über die Videoplattform Musik zu hören. Außerdem streamen 29 Prozent Musik über andere Kanäle, 22 Prozent hören Webradio, 12 Prozent Podcasts.

Bei Podcasts verstetigt sich nun das Wachstum. Nachdem Podcasts jahrelang auf einem konstant niedrigen Niveau von 5 bis 6 Prozent lagen, ist die Nutzung 2020 im Vergleich zu 2019 um rund ein Drittel gestiegen. Vor allem ältere Zielgruppen haben ihren Konsum gesteigert: Bei den 30- bis 49-Jährigen hat sich der Anteil auf 14 Prozent und damit um die Hälfte erhöht. Bei den 50- bis 64-Jährigen zeigt sich die prozentual größte Steigerung, wenngleich auf ein vergleichsweise geringeres Niveau von 7 Prozent. Von den 14- bis 29-Jährigen hört dagegen schon jeder Fünfte Podcasts - ein Anstieg von rund 18 Prozent im Vorjahresvergleich.


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