DAUN, 20.05.2020 - 13:49 Uhr
Digitale Welt

LFK stellt Fördermittel für baden-württembergische Rundfunkveranstalter

Die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) stellt finanzielle Mittel in Höhe von knapp 1 Million Euro zur Unterstützung der Hörfunklandschaft in Baden-Württemberg zur Verfügung. Das teilte die LFK heute mit. Ein wesentlicher Teil dieser Mittel sei vom Medienrat der LFK in dieser Woche im Rahmen eines Nachtragshaushalts für das Jahr 2020 bereitgestellt worden. Daneben werden für den Bereich des regionalen Fernsehens in Kürze auch die im Landeshaushalt vorgesehenen Mittel zur Förderung für das private Fernsehen zur Verfügung stehen, wie die LFK weiter mitteilte. Das entsprechende Landesgesetz werde diese Woche in zweiter Lesung im Landtag beraten.

„Der Erhalt einer vielfältigen Rundfunklandschaft ist eine unserer Kernaufgaben – und zugleich eine Herzensangelegenheit angesichts der hervorragenden Informationsarbeit, die die Sender gerade auch in dieser Krisenzeit leisten“, äußert sich Dr. Wolfgang Epp, Vorsitzender des Medienrates der LFK. „Es freut mich daher, dass wir mit dem Nachtragshaushalt die notwendigen finanziellen Spielräume für kurzfristige Hilfsmaßnahmen auch im Hörfunkbereich schaffen und die Informationsvielfalt im Land fördern können.“ Die Umsätze der baden-württembergischen Rundfunkveranstalter sind laut LFK-Angaben seit Beginn der Corona-Krise massiv eingebrochen.

„Die Entscheidung des Medienrates, den vom Vorstand der LFK geplanten und aufgestellten Haushalt so zu beschließen, ist ein weiterer wichtiger Schritt in unserem Bemühen, die einzigartige Rundfunklandschaft in Baden-Württemberg in dieser Krise zu unterstützen“, begrüßt LFK-Präsident Dr. Wolfgang Kreißig die Entscheidung des Medienrates. „Natürlich bedeutet das auch Einschnitte an anderer Stelle und wir werden nicht alle für dieses Jahr geplanten Projekte umsetzen können. Aber in Krisenzeiten müssen auch wir neu denken und klare Prioritäten setzen.“ Die Fördermittel werden alle aus dem Haushalt 2020 finanziert und seien eine temporäre Hilfsmaßnahme. Sie können als Zuschuss zu den technischen Infrastrukturkosten beantragt werden.

Weitere Details zur Förderung sollen zeitnah in Förderrichtlinien festgelegt werden.

Neben den kommerziellen Radiosendern leisten auch zahlreiche Nichtkommerzielle Radioveranstalter einen Beitrag zur Meinungsvielfalt im Land, betont die LFK. Auch für sie werde es zeitnah weitere Fördermöglichkeiten geben, damit diese auch unter den aktuellen Gegebenheiten sicher und ansteckungsgeschützt als Bürgerradio operieren können. Förderfähig werden hier laut der LFK insbesondere digitale Kommunikationstechnik oder bauliche Schutzmaßnahmen sein.


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