DAUN, 19.06.2017 - 15:23 Uhr
Digitale Welt - Internet

LfM veröffentlicht neue Studie zu Fake News

Mehr als die Hälfte der Onlinenutzer hat Erfahrung damit

Neben der Hassrede im Netz, deren steigende Brisanz erst vor zwei Wochen durch eine Studie der LfM belegt wurde, ist auch das Thema der verfälschten Information, der sogenannten Fake News oder auch „alternativen Wahrheit“ inzwischen in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Das belegt eine weitere Studie der Landesanstalt für Medien NRW (LfM).

Danach ist mehr als die Hälfte der deutschen Onlinenutzer (59 Prozent) mit Fake News schon mal in Berührung gekommen. Jüngere Nutzer erkennen dabei eher als Ältere Falschmeldungen. In der Gruppe der 14- bis 24-jährigen haben bereits 77 Prozent Fake News im Internet gesehen. Kennzeichnungsmöglichkeiten und neue Löschgesetze werden von vielen Befragten befürwortet.

Dies sind die wichtigsten Ergebnisse der neuen repräsentativen Studie, für die im Auftrag der LfM Forsa im Mai 2017 mehr als 1000 Onlinenutzer ab 14 Jahren befragt hat. Die Ergebnisse werden heute (19. Juni) auf der Medienversammlung der LfM in Köln vorgestellt.

Damit liegen erstmals valide Daten zu Fake News und ihrer Wahrnehmung vor. Jeder Zweite (48 Prozent), der bereits persönlich Falschnachrichten gesehen hat, wird übrigens durch Medienberichte auf gefälschte Nachrichten aufmerksam gemacht. Auch in der Behandlung solcher Nachrichten und Informationen unterscheiden sich Nutzer je nach Alter – so überprüfen überdurchschnittlich viele Jüngere (14- bis 24-jährige) die dargestellten Fakten und können diese als Fake News identifizieren.

Weitere Ergebnisse der LfM-Studie: Mit zunehmendem Alter steigt das Gefühl der Überforderung angesichts einer rasanten Digitalisierung. Zu Fake News haben die meisten der Befragten eine klare Meinung: 86 Prozent wünschen sich eine einfachere Kennzeichnungsmöglichkeit und neue Löschgesetze. Nur eine Minderheit vertritt die Auffassung, dass Fake News kein Fake, sondern nur freie Meinungsäußerungen seien (8 Prozent) – darunter sind überdurchschnittlich häufig Ostdeutsche (17 Prozent).


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