Smart Home-Systeme können gefährliche Sicherheitslücken aufweisen. Smart Home-Systeme können gefährliche Sicherheitslücken aufweisen. - © Foto: Fotolia.com / AA+W # 127449472 -
DAUN, 13.03.2018 - 14:32 Uhr
Digitale Welt - Heimvernetzung

Smart Home: Mögliche Schwachstellen und Risiken

Nicht alle smarten Produkte halten, was sie versprechen – wie Nutzer die Sicherheitslücken schließen können

Die Smart Home-Technologie wird bei den Deutschen immer beliebter. Im vergangenen Jahr ist das Interesse nochmals angestiegen. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Smart Home-Produkte versprechen einen höheren Komfort und mehr Sicherheit. Des Weiteren tragen sie durch einen effizienteren Energieverbrauch zum Umweltschutz und Kostenersparnis bei. Was bei all den Vorteilen dieser modernen Technik aber schnell in den Hintergrund rückt, sind die Schwachstellen und Sicherheitsrisiken. Dabei sind diese nicht zu unterschätzen.

Aktuelle Zahlen und Fakten

Das Marktforschungsinstitut Splendid Research hat einen repräsentative Smart Home-Monitor für das Jahr 2017 erstellt. Dazu wurden über 1.000 Deutsche zu verschiedenen Aspekten rund um das Thema Smart Home befragt.

Grundsätzlich ist die Tendenz der Nutzerquote weiterhin positiv: Waren es 2014/15 noch rund 29 Prozent, die die Smart Home-Technologie nutzen, so stehen die Werte für 2016/17 schon bei rund 36 Prozent. Für die kommenden Jahre wird ein weiterer deutlicher Anstieg erwartet. Das heißt konkret: Aktuell gibt es etwa 315.000 smarte Haushalte in Deutschland. Prognosen zufolge werden es bis 2020 schon eine Million sein.

Anschaffungsgründe vs. tatsächliche Nutzung

Zu den 36 Prozent, die bereits ein Smart Home haben, kommen laut der Befragung 40 Prozent, die sich zumindest dafür interessieren. Rund 24 Prozent lehnen die Technologie ab. Als Hauptgründe, warum sich Verbraucher für die Smart Home-Nutzung entscheiden, wurden Komfort (64 Prozent), Sicherheit (40 Prozent) und Spaß (32 Prozent) genannt. Mehrfachnennungen waren möglich.

Die Angaben über die tatsächliche Nutzung der Technologie zeichnen allerdings ein etwas anderes Bild. Mit einem Wert von rund 60 Prozent ist das Energiemanagement an oberster Stelle. Die meisten setzen Smart Home-Produkte also hauptsächlich dafür ein, um weniger und im Eigenheim effizienter Energie zu verbrauchen.  An zweiter Stelle kommt mit rund 56 Prozent der Aspekt Entertainment und Kommunikation, erst danach folgen mit rund 36 Prozent Hausautomation und Komfort. Die Nutzung der Smart Home-Technologie für die Gebäude- und Wohnungssicherheit liegt bei rund 33 Prozent und damit niedriger als man dem Ranking der Anschaffungsgründe nach erwarten würde.

Sorgen der Nutzer

Zum Thema Sorgen und Befürchtungen machten die Befragten folgende Angaben: Ein Großteil (rund 60 Prozent) sorgt sich, dass durch die Smart Home-Technologie die Privatsphäre nicht mehr voll gewährleistet ist, weil persönliche Nutzerdaten nach außen hin weitergeleitet werden. 46 Prozent äußern Bedenken, dass einzelne Smart Home-Produkte nicht untereinander kompatibel sind.

Doch diese Sorge dürfte bald vergessen sein, da sich der Trend der Smart Home-Anbieter weg von den bisherigen Insellösungen hin zu flexibleren Systemen bewegt. Somit ist ein Kunde nicht mehr nur auf einen Anbieter angewiesen, sondern kann auch Smart Home-Produkte der Konkurrenz an sein Netzwerk anschließen.

Rund 34 Prozent nannten die Befürchtung, dass sich Hacker über das Internet Zugriff auf Smart Home-Systeme verschaffen können. In so einem Fall hätten sie die Möglichkeit, persönliche Daten abzugreifen und diese Informationen für kriminelle Machenschaften zu nutzen.

Vorteile der Smart Home-Technologie

Die Smart Home-Technologie verspricht den Nutzern große Vorteile, etwa die Vereinfachung alltäglicher Abläufe. Es geht vor allem um die drei großen Aspekte: mehr Komfort, mehr Energieeffizienz und mehr Sicherheit.

Mehr Komfort

Smart Home-Produkte sind grundsätzlich dazu konzipiert, das Wohnen angenehmer und komfortabler zu machen. In diesem Sinne übernehmen die smarten Geräte für die Hausbewohner bestimmte alltägliche Handgriffe im Haushalt: morgens nach dem Aufstehen ist der Kaffee schon fertig, die Rollläden fahren automatisch herauf und herunter und die Heizung ist so programmiert, dass es schon warm im Haus ist, wenn man von der Arbeit kommt. Außerdem lassen sich die Geräte im Haus auch von unterwegs aus über das Smartphone steuern, sodass während der Arbeitszeit die Waschmaschine läuft und die Pflanzen im Garten von der Bewässerungsanlage bewässert werden.

Mehr Energieeffizienz

Die Smart Home-Technologie verspricht mehr Komfort im Alltag. © Fotolia.com / AA+W #179204134Es gibt einige Smart Home-Produkte, die dazu dienen, den Energieverbrauch im Haus zu senken und damit auch die Kosten, die für Strom und Heizung anfallen. Smarte Thermostate regulieren die Temperatur in jedem Raum nach individuellen Wünschen und Tageszeiten.

Sie passen sich außerdem äußeren Einflüssen wie Sonneneinstrahlung und offene Fenster an und drosseln die Temperatur, wenn die Hausbewohner nicht anwesend sind. So geht keine unnötige Wärmeenergie verloren, während gelüftet wird oder niemand im Haus ist.

Vor allem in Räumen, die nur selten genutzt werden, sind Bewegungs- und Präsenzmelder sinnvoll. Sie registrieren die Anwesenheit von Personen im Raum und schalten dann automatisch die Heizung an.

Geräte, die im Standby-Modus laufen und damit ungenutzt Strom verbrauchen, können über schaltbare Steckdosen von der Stromversorgung getrennt werden. Zudem brauchen energieeffiziente Geräte wie Kühlschrank oder Waschmaschine deutlich weniger Strom.

Mehr Sicherheit

Smart Home-Produkte versprechen den Nutzern, für mehr Sicherheit in den eigenen vier Wänden zu sorgen. So gibt es verschiedene Sicherheitsmaßnahmen, die Einbrecher und Diebe abschrecken. Dazu gehören smarte Überwachungskameras, die ihre Bilder direkt an das Smartphone des Hausbesitzers senden und so jederzeit anzeigen, wer sich gerade in unmittelbarer Nähe aufhält.

Bewegungsmelder, die automatisch die Lichter im Haus oder auch im Außenbereich einschalten, wenn sie Bewegung registrieren, schrecken Einbrecher ab. Fenster, die mit einem Bewegungssensor ausgestattet sind, aktivieren die Alarmanlage, sobald sie unerlaubterweise geöffnet werden. Auch das dient der Abschreckung von Langfingern.

Mit Zeitschaltuhren lassen sich Rollläden und die Beleuchtung so programmieren, dass sie zu den gewünschten Uhrzeiten hoch- und runterfahren beziehungsweise an- und ausgeschaltet werden. Das ist nicht nur komfortabel, sondern täuscht Einbrechern die Anwesenheit der Hausbesitzer vor, wenn diese in Urlaub sind.

Fenster und die Garage lassen sich auch noch aus der Ferne schließen, sodass niemand dadurch in das Haus gelangen kann. Entzündliche Geräte kann man von unterwegs aus abschalten und so einen Brand verhindern. Smarte Rauchmelder senden eine Nachricht an die Hausbesitzer, sobald sie Rauchentwicklung erkennen.

Was die Produkte tatsächlich bringen

Smarte Überwachungskameras sorgen für mehr Sicherheit. © Fotolia.com / photographics #102973953Dass die Smart Home-Technologie die Energieeffizienz verbessert, ist unumstritten. Auch was den zusätzlichen Komfort betrifft, gibt es im Grunde nichts zu beanstanden. Durch automatische und individuelle Einstellungen lässt sich viel Strom sparen. Das größte Einsparpotenzial liegt aber in der Heizwärme. Ein smartes Heizsystem kann mehrere hundert Euro an Kosten weniger bedeuten.

Komfort im Sinne der Automatisierung elektronischer Geräte ist praktisch, vor allem, dass man sie auch von unterwegs aus steuern kann. Allerdings muss jeder Nutzer für sich entscheiden, wie viel Komfort er in dieser Hinsicht braucht und welche Handgriffe lieber auf dem herkömmlichen Weg getätigt werden sollen.

In Sachen Sicherheit gibt es viele nützliche Produkte, um sich gegen Einbruch, Diebstahl oder Feuer zu schützen. Allerdings ist es fraglich, inwiefern sich Einbrecher dauerhaft von Bewegungsmeldern und einer simulierten Anwesenheit durch Zeitschaltuhren abschrecken lassen. Es ist dabei wohl eher mit einem Gewöhnungseffekt zu rechnen. Doch das ist leider nicht die einzige Schwachstelle der Smart Home-Technologie.

 

Hier lauern Schwachstellen und Sicherheitsrisiken

Es bleibt festzuhalten, dass die Smart Home-Technologie trotz der vielen Vorteile auch Schwachstellen und Sicherheitsrisiken aufweisen. Dessen muss man sich als Verbraucher bewusst sein, wenn es darum geht, das eigene Haus smart zu machen. Aus diesem Grund kommt es bei der Installation eines Smart Home-Netzwerkes auf eine gute Planung an: Welche Geräte sollen daran angeschlossen werden? Wie smart soll das Zuhause schlussendlich werden?

Denn: Je mehr Geräte an das Smart Home-Netzwerk angeschlossen sind, desto größer ist das Sicherheitsrisiko, dass Fremde darauf zugreifen und Schabernack mit persönlichen Daten oder den Sicherheitssystemen treiben.

Anbieter: geringes Bewusstsein für Risiken

Was im Grunde aber noch problematischer ist als die eventuell zu große Affinität der Verbraucher für die Smart Home-Technologie, ist das geringe Bewusstsein der Anbieter für die Sicherheitslücken ihrer Produkte.

So mancher Anbieter ist scheinbar eher daran interessiert, neuste Entwicklungen schnell auf den Markt zu bringen, anstatt die Sicherheit in den Vordergrund zu stellen. Das suggerieren zumindest Tests, die die Smart Home-Produkte auf Schwachstellen überprüfen – mit durchwachsenen Ergebnissen. Während die einen Produkte einen sehr guten Schutz gegen Angriffe von außen bieten, fällt dieser bei anderen Produkten nur niedrig aus.

Teilweise nutzen Hersteller nicht einmal etablierte Standards zur Verschlüsselung, die dazu dient, dass die smarten Geräte über die Internetverbindung keine frei lesbaren Daten verschicken.  Fehlt die Verschlüsselung, können Unbefugte zum Beispiel das Passwort mitlesen, wenn Haushaltsgeräte über das Internet ferngesteuert werden. In anderen Fällen wird keine Authentifizierung verlangt, wenn ein Benutzer auf das Smart Home-Netzwerk zugreifen möchte.

Problematisch ist derzeit noch, dass es für den Verbraucher schwierig ist, die Sicherheit eines Smart Home-Produktes einzuschätzen. Hier fehlen oftmals ausführliche Informationen der Hersteller

Risiken der Smart Home-Technologie

Mehr smarte Geräte bedeuten auch mehr Risiko. © Fotolia.com / zhu difeng #162713571Somit sind die Geräte, die an das Smart Home-Netzwerk angeschlossen sind, potenzielle Gefahrenquellen für die Privatsphäre der Hausbesitzer. Sind Überwachungstechnik, Heizung, Beleuchtung und so weiter an das Internet angeschlossen, ist nicht ausgeschlossen, dass private Geräte-, Verbrauch-, oder Nutzungsdaten bis hin zu Kreditkartennummern in falsche Hände geraten können.

Sind die Geräte gar nicht oder nur unzulänglich gesichert, ermöglichen sie Zugriffe durch Dritte, zum Beispiel in Form von Hacker-Attacken oder dem Einbruch von Online-Spionen. Damit ist der Weg zum Datenklau und -missbrauch geebnet.

Das Problem ist auch, dass mit der zunehmenden Beliebtheit der Smart Home- Technologie immer mehr Geräte an das Internet angeschlossen werden. Somit besteht für Hacker-Angriffe oder anderweitige Zugriffe von Unbefugten eine wachsende Bandbreite an Möglichkeiten, persönliche Daten oder andere sensible Informationen über die Hausbesitzer abzugreifen.

Wie sich Dritte unerlaubten Zugang verschaffen

Internetbasierte Geräte wie solche, die ein Teil der Smart Home-Technologie sind, wecken gerne mal das Interesse von Hackern. Sie können sich im schlimmsten Fall in das Smart Home-System einklinken und dort Datenklau betreiben oder Alarmanlagen, elektronische Türschlösser und andere Sicherheitssysteme manipulieren und sich so Zutritt zu Häusern verschaffen.

Die Möglichkeiten dafür sind zum Leidwesen der Verbraucher vielfältig – theoretisch ist jedes Gerät des Smart Home-Systems ein Risiko und anfällig für Angriffe von außen – sofern der richtige Schutz fehlt. Und so gibt es auch verschiedene Wege, wie unbefugte Dritte an persönliche Daten der Hausbesitzer gelangen.

Unverschlüsselte Übertragung von Daten und Passwörtern

Grundsätzlich sind unverschlüsselte Übertragungen von Daten und Passwörtern immer ein großes Sicherheitsrisiko. Hacker sammeln Informationen darüber, wann der Hausbesitzer Strom, Licht oder die Heizung einschaltet und können daraus Rückschlüsse ziehen, wann er das Haus verlässt. Sobald das dann der Fall ist, muss der Angreifer nur noch die Alarmanlage vom Strom trennen und kann dann das Haus plündern. 

WLAN-Steuerung

Ein weiterer Risikofaktor: Smart Home-Systeme, die man nur über das eigene WLAN steuern kann, und die keinen Fernzugriff über das Internet zulassen. Verbraucher wie auch Anbieter unterliegen nicht selten dem gefährlichen Irrtum, dass diese Art der Steuerung Hacker abhält. Gelingt es Angreifern, ihre Schadsoftware in das private Netz einzuschleusen, verschaffen sie sich unbemerkt Zugang zum WLAN. Dafür reicht es schon aus, wenn Hausbesitzer mit schlecht gesicherten Computern Seiten aufrufen, auf denen die Schadsoftware platziert wurde.

WLAN-Router

Zu schwach gesicherte Geräte ebnen den Weg für Hacker-Angriffe. © Fotolia.com / Leo Lintang #88260424 WLAN-Router, die nicht gesichert sind oder nur über Standardpasswörter verfügen, bieten Angreifern die Möglichkeit, sich über die Weboberfläche des jeweiligen Geräts einzuklinken und den Router zu manipulieren. Das geht über Schadsoftware, einen gefälschten Link oder ein spezielles Script auf einer Webseite.

Außerdem kann es vorkommen, dass die Firmware oder das Betriebssystem eines Routers Sicherheitslücken aufweisen, die den Hausbesitzer durch Hacker-Angriffe teuer zu stehen kommen können. Vorausgesetzt, der Internetzugriff des Routers ist aktiviert. Das ist allerdings nötig, um Funksteckdosen fernsteuern zu können.

Ungesicherte Türschlösser

Unzulänglich gesicherte elektronische Türschlösser stellen ebenfalls ein großes Sicherheitsrisiko dar. Wenn ein Hacker es schafft, sich in die Kommunikation zwischen dem Smartphone des Hausbesitzers und dem elektronischen Türschloss einzuschalten, kann er damit die Haustür aus der Ferne entsperren, sich Zutritt verschaffen und sogar den Zugangscode ändern. Da der Einbruch vollkommen spurlos vonstattengeht, ist es schwierig, der Polizei und Versicherung die nötigen Beweise zu liefern.

Funksteckdosen

Mit Funksystemen ausgestattete Steckdosen, die am Router angeschlossen werden, bergen ebenfalls ein gewisses Sicherheitsrisiko. Solche Steckdosen lassen sich auf verschiedene Weise fernsteuern: über das Festnetz, über eine App auf dem Smartphone oder über ein spezielles Webportal. Diese Steckdosen haben die Aufgabe, den Strom aus- und einzuschalten. Zusätzlich messen sie den Strom aber auch und versenden die Werte per Email an den Hausbesitzer. Außerdem ist in den Funksteckdosen ein Sensor enthalten, mit dem sich die Zimmertemperatur abfragen lässt.

Eine dieser Steckdosen enthält einen Repeater, um die Reichweite des Funksignals zu erhöhen. Normalerweise kommunizieren die Funksteckdosen über eine verschlüsselte Verbindung, sofern diese aktiviert ist. Problematisch wird es allerdings, wenn der Repeater von einem anderen Hersteller stammt, denn dann läuft die Kommunikation unverschlüsselt ab und Hacker können leicht auf die Daten zugreifen. Mittels spezieller Software auf dem Laptop und einer Richtantenne geht das aus sicherer Entfernung.

Lichtschalter

Smarte Lichtschalter lassen sich so programmieren, dass sie den Farbton und die Helligkeit der Lampen nach individuellen Wünschen steuern. Das funktioniert vom heimischen Computer aus oder unterwegs über das Internet via Tablet oder Smartphone. Eine Sicherheitslücke besteht dann, wenn sich die Lichtschalter über die MAC-Adresse (Media Access Control) ihrer Netzwerk-Hardware an der zentralen Bridge authentifizieren und anmelden. Die MAC-Adresse kann von Dritten beziehungsweise deren Schadsoftware ermittelt und gehackt werden.

Sicherheitslücken im System schließen

Wer das Eigenheim smart macht, muss sich auch immer über Risiken im Klaren sein und sich mit der digitalen Sicherheit auseinandersetzen. Nur ein bedachter Umgang mit der Smart Home-Technologie bewahrt Nutzer vor bösen Überraschungen durch Angriffe von außen. Es gibt einige Maßnahmen, die Verbraucher in jedem Fall ergreifen sollten, um Hackern und Dieben keine Chance zu lassen.

Beim Kauf fängt es an

Ein erster Schritt zu mehr Sicherheit im Smart Home-Netzwerk ist der Kauf des richtigen Produktes. Es gibt verschiedene Qualitätslabel für Smart Home-Systeme. Beim Kauf ist unbedingt auf eine ausreichende und passende Zertifizierung zu achten, etwa das TÜV Trust IT- Zertifikat.

Smarte Geräte kommen nicht darum herum, Daten über den Stromverbrauch, Nutzungsgewohnheiten der Hausbesitzer und dergleichen zu sammeln und abzuspeichern.

Das birgt gewisse Risiken, die sich jedoch durch einen verantwortungsvollen Umgang und einer gesunden Vorsicht minimieren lassen. Unter anderem ist es sehr wichtig, darauf zu achten, wo die Daten gespeichert werden. Da in Deutschland höhere Sicherheitsstandards gelten als in anderen europäischen Ländern, empfiehlt es sich, auf deutsche Smart Home-Produkte zu setzen und die Daten nur innerhalb Deutschlands auszulagern. Am besten sind dafür Datenzentren geeignet, die zertifiziert sind und dadurch nicht nur dem Bundesdatenschutzgesetz unterliegen.

Sichere Passwörter verwenden

Starke Passwörter sind ungemein wichtig für die Sicherheit smarter Geräte. Daher sollten Verbraucher voreingestellte Passwörter aller Dienste ändern und für jeden ein eigenes, komplexes Passwort erstellen. Sicher sind Passwörter mit Sonderzeichen, Zahlen sowie Groß- und Kleinschreibung. Geburtsdaten oder ähnliche persönliche Kombinationen sind nicht zu empfehlen.  Auch das automatisch generierte WLAN-Passwort sollte durch ein selbst erstelltes ersetzt werden.

Nur verschlüsselte Datenübertragung

Die Geräte im Smart Home-Netzwerk sollten immer nur verschlüsselt miteinander kommunizieren, damit empfindliche Daten nicht von Dritten mitgelesen werden können. So kann man effektiv verhindern, dass Unbefugte auf die Geräte und Informationen zugreifen können. WLAN-Router sollten ebenfalls verschlüsselt werden, zum Beispiel via WPA2.

Vorsicht vor Apps

Auch bei der Installation von Apps auf dem Smartphone oder Tablet ist Vorsicht geboten. Smarte Geräte im Haushalt werden vor allem über das Smartphone gesteuert. Daher sollte man darauf keine Apps installieren, die nicht zu 100 Prozent vertrauenswürdig sind.

Andernfalls können Schadsoftware, Spionageprogramm oder ähnliches enthalten sein, die persönliche Daten auslesen. Daher ist es zu empfehlen, die Datenfreigabe vor der Installation gründlich zu prüfen, um nicht versehentlich persönlichen Daten freizugeben.

 

 

 

 


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