DAUN, 24.04.2019 - 12:14 Uhr
Digitale Welt - Internet

Sorge vor Internetkriminalität nimmt zu

Zwei Drittel fühlen sich gegen Cyberangriffe schlecht gewappnet

Laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom, sind immer mehr Onliner in Deutschland besorgt über die Sicherheitslage im Internet. Neun von zehn Internetnutzern (89 Prozent) sehen eine wachsende Bedrohung durch Internetkriminalität. Im Vorjahr sagten dies erst 85 Prozent. Viele von ihnen fühlen sich schlecht gewappnet. So sagen zwei Drittel (65 Prozent): Ich würde es gar nicht merken, wenn Fremde meinen Computer oder das Smartphone ausspionieren würden. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 1.000 Internetnutzern in Deutschland. „Viele Nutzer haben inzwischen ein größeres Bewusstsein für Gefahren im Internet.“, sagt Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung. „Die Polizei verzeichnet jedes Jahr mehr Cyberdelikte. Internetkriminelle gehen immer trickreicher vor und gleichzeitig nimmt die Zahl der vernetzen Geräte ständig zu.“

Bürger fordern mehr Internetpolizei

Als Konsequenz fordern Onliner eine höhere Polizeipräsenz im Internet. Acht von zehn (81 Prozent) meinen, die Politik solle mehr Geld in spezielle Einheiten investieren, die gezielt gegen Cyberkriminalität vorgehen. Unwohl fühlen sich viele nicht nur wegen gewöhnlicher Kriminelle im Internet. 84 Prozent gehen davon aus, dass ausländische Geheimdienste im digitalen Raum in Deutschland aktiv sind. „Wie im analogen Leben muss der Staat die Sicherheit seiner Bürger auch im Internet gewährleisten“, sagt Dehmel. „Wenn die Gefährdung zunimmt, müssen auch die Ressourcen der Polizei für Online-Einsätze aufgestockt werden.“

Tipps zum Schutz Ihrer digitalen Identität

Wie Nutzer ihre digitale Identität schützen können, hat Bitkom zusammenstellt. Wurde mein Online-Konto gehackt? Diese Indizien sprechen dafür.

  • War ich das? Können Sie sich nicht an eine Bestellung in einem Online-Shop erinnern? Wurden E-Mails gesendet, die Sie nie geschrieben haben? Oder zeigt die Online-Banking-Website Überweisungen an, die Sie nicht getätigt haben? Wenn Sie Aktionen feststellen, die nicht von Ihnen selbst ausgelöst wurden, ist dies ein starkes Indiz für einen unerwünschten Eindringling.
  • Vorsicht bei Änderungen am eigenen Account Erkennen Sie ihre Adresse, ihre Telefonnummer oder sogar Ihren Namen in Ihrem Account nicht wieder? Das spricht dafür, dass sich fremde Personen Zugang zu ihrem Account verschafft und Ihre Daten geändert haben.
  • Achtung bei verdächtigen Aktivitäten Der Anbieter eines Online-Dienstes informiert Sie über eine ungewöhnliche Nutzung ihres Accounts? Nehmen Sie den Hinweis ernst, prüfen Sie jedoch auch die Authentizität dieser „Sicherheitswarnung“. Firewall und Virenscanner machen Nutzer ebenfalls auf verdächtige Aktivitäten aufmerksam – etwa auf Schadsoftware, die Passwörter abfängt und somit den Missbrauch eines Online-Accounts ermöglicht.
  • Der letzte Login Haben Sie schon einmal auf einer Website das Feld „Letzter Login“ oder „Letzte Kontoaktivität gesehen“? Ein Blick darauf könnte sich lohnen: Wenn das angezeigte Datum oder die Uhrzeit nicht mit ihren Online-Aktivitäten übereinstimmt, die IP-Adresse nicht die ihres Gerätes ist, sollten sie hellhörig werden.
  • Übrigens: Es hat sich jemand auf ihrem Account eingeloggt „Ein Computer hat sich um 13:47 Uhr auf Ihren Account eingeloggt“ – Kommt Ihnen das bekannt vor? Viele Online-Anbieter verschicken automatisch eine E-Mail, wenn sich ein neues Gerät zum ersten Mal in Ihren Account einloggt. Haben Sie das beschriebene Gerät nicht genutzt, könnten sich fremde Personen Zugang zu Ihrem Account verschafft haben.

Hinweis zur Methodik: Grundlage der Angaben ist eine repräsentative Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 1.010 Internetnutzer ab 16 Jahren in Deutschland telefonisch befragt. Die Umfrage ist repräsentativ.


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