DAUN, 23.07.2021 - 14:07 Uhr
Digitale Welt - Internet

Startschuss für Glasfasernetz in Langweid am Lech

Schon in wenigen Monaten werden alle Haushalte in Langweid am Lech, die sich im Rahmen der Vorvermarktung für einen neuen Glasfaseranschluss entschieden haben, angeschlossen sein. Damit der für die Gemeinde und Einwohner kostenlose Glasfaserausbau starten konnte, musste eine Quote von mindestens 40 Prozent der Haushalte erreicht werden. Über 1.200 Haushalte erhalten nun einen Glasfaser-Hausanschluss an das neue Netz von Deutsche Glasfaser und M-net.

Wichtiger Standortfaktor

„Als Gemeinde haben wir das Projekt von M-net und Deutsche Glasfaser von Anfang an unterstützt und sind froh, dass die erforderliche Quote erreicht wurde“, sagt Langweids Erster Bürgermeister Jürgen Gilg. „Für uns als Kommune ist schnelles Internet – und das heißt vor allem Glasfaser – ein immer wichtigerer Standortfaktor und damit von entscheidender Bedeutung für die Attraktivität und die wirtschaftliche Zukunft von Langweid.“ Der Stellvertreter des Landrats des Landkreis Augsburg, Dr. Michael Higl, ergänzt: „Was für Langweid gilt, gilt mit Blick auf die Schaffung einer zukunftsfähigen digitalen Infrastruktur für die ganze Region. Gerade in der Fläche haben wir Nachholbedarf was das Thema Glasfaser angeht. Viele Unternehmen kündigen jetzt große Ausbauprojekte an. Dieses hier ist ein Musterbeispiel dafür, wie es auch ohne öffentliche Fördergelder geht, und trotzdem der Wettbewerb zwischen verschiedenen Anbietern gesichert bleibt.“

Glasfaser für Gigabit-Netze

Mit FTTH (Fiber to the Home) kommt beim Ausbau in Langweid die modernste Anschlusstechnologie zum Einsatz, die derzeit verfügbar ist. „Hierbei werden die Glasfaserleitungen bis in die einzelnen Häuser und Wohnungen verlegt, was Internetanschlüsse mit Bandbreiten bis zu 1 Gigabit, also 1.000 Megabit pro Sekunde, und künftig noch viel mehr ermöglicht“, sagt Nelson Killius, Sprecher der M-net Geschäftsführung. „Der FTTH-Ausbau ebnet den Weg in die Gigabitgesellschaft und bringt alle Möglichkeiten, die die digitale Welt heute und in Zukunft bietet, zu den Kunden und Unternehmen. Und das mit freier Wahl des Anbieters. Zunächst haben die Anwohner die Wahl zwischen den Produkten von M-net und Deutsche Glasfaser, perspektivisch wollen wir das Netz aber auch für andere Anbieter öffnen. Ganz im Sinne eines kundenfreundlichen Open Access, wie wir ihn auch in anderen Glasfasergebieten praktizieren.“ Die Glasfaser kann dabei alle bisherigen Telefon- und Kabel-TV-Leitungen ersetzen und bietet gleichzeitig einen deutlichen Qualitätssprung. „Der Glasfaseranschluss ist die neue Basis für echtes Highspeed-Internet, glasklare Telefonie und Fernsehempfang in höchster Bildqualität“, sagt Killius.

Point of Presence

Herzstück des neuen Netzes ist ein sogenannter Point of Presence, oder kurz PoP. Dieser Container dient als zentrale Verteilerstation und beherbergt die aktive Glasfasertechnik. Im Rahmen des Spatenstichs wurde er per Schwerlasttransport an seinen neuen Standort gehievt. Parallel zu den Vorbereitungen des PoP-Aufbaus verlegen die Bautrupps schon seit mehreren Wochen in enger Absprache mit den Hauseigentümern die neuen Glasfaserleitungen mit neuesten, minimalinvasiven Baumethoden. Nach Abschluss der Tiefbauarbeiten werden die Anschlüsse aktiviert und je nach Kundenwahl entweder ans Netz von Deutsche Glasfaser oder M-net angeschlossen. Bis Ende des Jahres sollen alle Bauarbeiten in Langweid abgeschlossen sein. Aktuell können Interessenten in Langweid noch aufspringen - sind die Bauarbeiten abgeschlossen, müssen die Kosten für eine nachträgliche Erschließung in Höhe von rund 750 Euro selbst getragen werden.

Zahlreiche weitere Projekte in Bayerisch-Schwaben

Das Ausbauprojekt von Deutsche Glasfaser und M-net in Langweid am Lech ist das erste von über zwei Dutzend ähnlichen Ausbauvorhaben in Bayerisch-Schwaben und Gebieten westlich von München. Insgesamt ist bis Ende 2022 der Ausbau von mehreren 10.000 Haushalten mit FTTH-Glasfaseranschlüssen geplant. „Voraussetzung ist jedoch, dass sich während der sogenannten Nachfragebündelung mindestens 40 Prozent der Haushalte im Ausbaugebiet für einen neuen Anschluss von Deutsche Glasfaser oder M-net entscheiden. Wird die Quote erreicht, tragen unsere beiden Unternehmen die Kosten für den Bau des neuen Netzes, den Hausanschluss und die aktive Zugangstechnik“, erklärt Angie Hagemann, Geschäftsführerin Construction bei Deutsche Glasfaser. Die Nachfragebündelung von M-net und Deutsche Glasfaser läuft derzeit in weiteren Gemeinden rund um Augsburg, unter anderem in Gessertshausen, Groß- und Kleinaitingen und Bobingen sowie in Eichenau im Landkreis Fürstenfeldbruck.

 

 

 

 

 


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