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DAUN, 05.08.2021 - 10:42 Uhr
Digitale Welt - Apps

Stiftung Warentest checkt Katastrophen-Warn-Apps

Eine reicht nicht, Lücke beim iPhone

Extreme Regenfälle, Sturzfluten, Explosionen – was können Katastrophen-Warn-Apps hier leisten? Die Stiftung Warentest hat einige Apps gecheckt und kommt zu dem Schluss: Alle Apps haben auf dem iPhone eine Lücke. Außerdem kann es im Ernstfall zu wenig sein, wenn nur eine App installiert ist.

iPhone-Nutzer werden derzeit von keiner App gewarnt, wenn sie ihr Smartphone in den „Nicht stören“-Modus setzen, was viele Nutzer nachts tun. Technisch wäre eine Warnung jedoch möglich, wenn die App-Entwickler die Funktion namens „Critical Alerts“ bei Apple beantragt hätten. Das können sie seit 2018 tun, für eine Katastrophen-Warn-App sollte die entsprechende Begründung kein Problem sein.

Der Praxis-Check der Stiftung Warentest zeigt: Keine der Apps Nina, Katwarn, Biwapp, WarnWetter und „Meine Pegel“ bietet bisher die Critical-Alerts-Funktion. Unter Android gibt es diese Lücke nicht. Hier kann man für jede App in den Einstellungen festlegen, ob sie auch im Modus „Nicht stören“ akustische Warnungen ausgeben darf.

Damit alle Bürgerinnen und Bürger, die per App gewarnt werden wollen, nicht mehrere Programme installieren müssen, ist vertraglich zwischen Katwarn und Nina sowie Biwapp und Nina vereinbart, dass Warnungen jeweils in beide Richtungen ausgetauscht werden. Nina-Nutzer sollten also eigentlich alle Warnungen erhalten.

Bei der Flutkatastrophe im Juli war das im Landkreis Ahrweiler allerdings nicht der Fall. Woran das lag und ob es sich wiederholen kann, bleibt unklar. Die Stiftung Warentest weist daher darauf hin, dass es sinnvoll sein kann, neben Nina zumindest eine weitere App zu installieren, etwa Katwarn oder Biwapp, sofern sie von der örtlichen Kommune genutzt wird.

Was die einzelnen Apps konkret leisten, wie sie aussehen und welche Warnseiten es im Web gibt, hat die Stiftung Warentest kostenlos unter www.test.de/warn-apps veröffentlicht.

Das Smartphone ist zwar inzwischen bei den meisten Nutzern zur Kommunikationszentrale geworden. Doch was nutzt das beste Smartphone, wenn die Mobilfunkverbindung abbricht oder das Internet versagt.

Auch das von der Bundesregierung geplante sogenannte CellBroadcasting, dem verschicken einer Warnmeldung via SMS an mobile Telefongeräte, läuft bei Ausfall einer Mobilfunkverbindung statt an die Menschen ins Leere.

In solchen Situationen ist die Bevölkerung auf Warnmittel angewiesen, die weder vom Strom, Mobilfunknetz oder Internetverbindung abhängig sind, zum Beispiel akku- oder batteriebetriebene Radiogeräte. Da die meisten Rundfunksendeanlagen über Notstromaggregate verfügen und somit ohne Unterbrechung senden können, kann sich die Bevölkerung zumindest über das Radio informieren.

Warnsystem über DAB+ Digitalradio kann Leben retten

Wie ein vom Fraunhofer IIS entwickeltes Warnsystem namens EWF (Emergency Warning Functionality) für DAB+ Digitalradiogeräte vor Gefahren warnen kann, lesen Sie im Betrag von InfoDigital unter https://www.infosat.de/technik/warnsystem-ber-dab-digitalradio-kann-leben-retten.


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