Telekom-Chef Tim Höttges Telekom-Chef Tim Höttges - © Foto: Deutsche Telekom AG -
DAUN, 09.05.2018 - 11:05 Uhr
Digitale Welt

Telekom-Chef hält Unitymedia-Übernahme für „wettbewerbsverzerrend“

(dpa) - Telekom-Chef Tim Höttges hat angesichts der geplanten milliardenschweren Übernahme von Unitymedia durch Vodafone vor weniger Wettbewerb im Breitbandmarkt gewarnt. Der Vorstandsvorsitzende des größten europäischen Telekommunikationskonzerns Deutsche Telekom sprach am Mittwoch in einer Telefonkonferenz in Bonn von einer „Remonopolisierung des Kabelmarkts“ in Deutschland, sollte die 18,4 Milliarden Euro schwere Übernahme von Liberty-Global-Teilen in Europa eine Genehmigung erhalten. „Ich persönlich werde dafür kämpfen, dass wir im Sinne eines fairen Wettbewerbs für die Kunden alles tun werden, nicht benachteiligt zu sein“, sagte Höttges. „Ich finde diese Transaktion wettbewerbsverzerrend.“

„Hier entsteht ein Wettbewerber zur Telekom, so ein Gigant, der mit konvergenter Netztechnologie prahlt“, sagte Höttges mit Blick auf das Bündelangebot aus Breitband-Internet, Telefon und Fernsehen, das Vodafone mit dem Zukauf dann flächendeckend in ganz Deutschland anbieten will. Die Telekom musste sich vom Fernsehkabel bei der Liberalisierung des Telekommunikationsmarktes um die Jahrtausendwende herum trennen, weil eine zu große Marktmacht befürchtet wurde.

Der Dax-Konzern bietet heute nicht über das Kabelnetz, sondern über seine Kupfer- und Glasfaserleitungen und im Mobilfunk ebenso Bündelprodukte aus Internet, Fernsehen und Telefonie an. Mit einem Zusammenschluss der beiden Kabel-Rivalen dürfte der Wettbewerbsdruck für die Telekom zunehmen.


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