DAUN, 21.09.2021 - 12:45 Uhr
Digitale Welt - Internet

VATM: Künftige Bundesregierung muss Satellitenkommunikation als Chance nutzen

Satellitengestützte Breitbandangebote könnten aus dem Stand hundertausende Haushalte mit 100 MBit/s und mehr ans Netz bringen, erläuterte heute Hans Peter Schmitt, Geschäftsführer Eutelsat Services & Beteiligungen GmbH, in einem Videostatement des VATM. Ehrliche Politik müsse die Notwendigkeit erkennen und besonders schlecht versorgte Haushalte unterstützen, für die eine Glasfaseranbindung noch Jahre auf sich warten lassen werde. "Wer das Versprechen auf digitale Teilhabe und schnelles Internet für alle in der nächsten Legislaturperiode erfüllen will, wird dies ohne Satelliten nicht schaffen", so Schmitt.

"Niemand stellt den weitestmöglichen Ausbau von Glasfasernetzen in Frage. Aber was den Zeitbedarf und den vollständigen Ausbau in der Fläche betrifft, werden falsche Erwartungen geschürt", erläutert Schmitt die Lage. "Viele werden noch einige Jahre warten müssen, bevor auch bei ihnen die Bagger rollen. Für viele Haushalte bedeutet das auf Jahre hinaus ein echtes Breitband-Versorgungsproblem - auch dort, wo einfach der Tiefbau oder die Förderverfahren noch einige Jahre benötigen."

Der Aufruf kommt nicht grundlos: In der politischen Diskussion in Deutschland war das Internet aus dem All zu Beginn des Jahres stärker in den Fokus gerückt. So hatte das für den Ausbau der digitalen Infrastruktur zuständige Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) Mitte Januar 2021 einen sogenannten ‚Digitalisierungszuschuss‘ in Form eines 500 Euro-Gutscheins zur Förderung von Internetanschlüssen via Satellit für rund 200.000 Haushalte ins Gespräch gebracht. Doch um die Pläne von Bundesminister Scheuer wurde es immer stiller. Bei der Konkretisierung im Juni wurde die ursprünglich breit gefasste Zielgruppe auf wenige, in nachweislich für Glasfaser nicht erreichbare Einzel- und Randlagen zusammengestrichen. Damit blieb der sogenannte Satelliten-Voucher weit hinter der in Aussicht gestellten Digitalisierungshilfe zurück.

Eine vom Breitbandverband BREKO in Auftrag gegebene Studie der Technischen Hochschule Mittelhessen zeigte jedoch, dass Satelliteninternet zwar keine Alternative für Glasfaseranschlüsse bis in die Gebäude und Wohnungen ist, aber als Ergänzung zu bestehenden Breitbandtechnologien einen wichtigen Beitrag leisten kann. Auch und vor allem als Brückentechnologie für rund hundertausende Haushalte, die in den nächsten 5 Jahren noch ohne breitbandige Internetanbindung z. B. über Glasfaser bleiben werden.

www.vatm.de


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