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DAUN, 25.06.2018 - 13:46 Uhr
Digitale Welt

Vertreter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beraten über Medienregulierung

Das Tempo nimmt zu: Neue Marktteilnehmer, neue Geschäftsmodelle und neue Formate erscheinen auf der Bildfläche und verschwinden wieder. Medienfreiheit, Medienvielfalt, Menschenwürde und Nutzerschutz hingegen sind bleibende Werte, die die Medienregulierung unter den veränderten Rahmenbedingungen zu verteidigen hat. Fast immer stehen die Nachbarländer Deutschlands vor denselben Herausforderungen. Daher haben die Landesmedienanstalten am vergangenen Freitag, den 22. Juni auf der „Trimediale 2018“ mit dem Bundesamt für Kommunikation der Schweiz (BAKOM) und der österreichischen Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR)/Medienbehörde KommAustria in Düsseldorf darüber diskutiert, wie Medienregulierung dem permanenten Wandel am besten begegnen kann.

Wie sich auf der Trimediale 2018 zeigte, bewegen alle drei Regulierer derzeit die folgenden Fragen: Wie gehen wir mit Fake News um, welche Marktmacht haben digitale Sprachassistenten und wie regulieren wir Videoplattformen wie z.B. YouTube? Auch wenn es länderspezifische Besonderheiten gibt, so können diese Fragen im Austausch mit den anderen Medienregulierungseinrichtungen besser beantwortet werden als im Alleingang.

Dr. Tobias Schmid, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW und Europabeauftragter der Medienanstalten stellt klar: „Die Trimediale ist auch ein klares Zeichen, dass die Medienaufsicht ihre Aufgabe mehr und mehr grenzüberschreitend wahrnimmt. Das muss auch so sein, um durch das Verteidigen unserer zentralen Schutzgüter eine freie und demokratische Medienrealität in Europa zu gewährleisten.“

Dr. Susanne Lackner, stellvertretende Vorsitzende der österreichischen Medien-Regulierungsbehörde KommAustria, ergänzt: „Der Titel unserer gemeinsamen Veranstaltung bringt sehr gut auf den Punkt, welche Herausforderungen der technologische Wandel und die stetig wachsende Vielfalt der Medienangebote für die Marktteilnehmer und die Aufsichtsbehörden bedeuten. Es geht um faire, den Grundprinzipien der Medienregulierung verpflichtete Spielregeln, die für die neuen Stakeholder ebenso gelten wie für die klassischen Anbieter und die flexibel genug sind, um mit der Entwicklungsgeschwindigkeit am Markt Schritt halten zu können."

Philipp Metzger, Direktor des schweizerischen Bundesamts für Kommunikation: „Die Trimediale ist Ausdruck des guten Kontakts mit unseren deutschen und österreichischen Partnern. Dieser Austausch ist wichtig, gerade mit Blick auf die Herausforderungen und Chancen der globalen Internetplattformen. Die Veranstaltung findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem wir den Entwurf eines neuen Gesetzes über elektronische Medien veröffentlichen. Damit wollen wir die Vielfalt und Qualität in den elektronischen Medien in der Schweiz auch in Zukunft sicherstellen.“


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