DAUN, 16.05.2017 - 15:43 Uhr
Digitale Welt - Internet

„Wanna Cry“-Attacke: Internetverband eco kritisiert Geheimdienste

(dpa) - Der Internet-Verband eco sieht Rufe nach gesetzgeberischen Maßnahmen nach der weltweiten Cyberattacke durch den Erpressungstrojaner „Wanna Cry“ als wenig zielführend. Stattdessen müsse dem Ausnutzen von Sicherheitslücken, für die es noch keinen Schutz gibt (Zero-Day Exploits), eine Absage erteilt werden, sagte Norbert Pohlmann, eco-Vorstand für IT-Sicherheit. „Solange Geheimdienste und Sicherheitsbehörden wie NSA und BND vorhandene Schwachstellen nicht den Herstellern melden, sondern für das Ausspähen der Bürger nutzen, passieren Cyberattacken, die leicht verhindert werden können.“

Bei der jüngsten Attacke vom Wochenende handelte es sich um eine Erpressungssoftware, die eine Sicherheitslücke in Microsofts Windows-Betriebssystem ausnutzt. Die US-Geheimdienstbehörde NSA hatte sie für eigene Spähangriffe gespeichert und Microsoft nicht gemeldet. Im April wurde sie von Hackern entwendet und ins Netz gestellt. Microsoft hatte zwar im März einen Patch zum Schließen der Lücke veröffentlicht, auf vielen Rechnern wurde die Schwachstelle jedoch nicht rechtzeitig geschlossen.


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