DAUN, 11.06.2021 - 10:25 Uhr
Entertainment - Veranstaltungen

ANGA COM DIGITAL 2021: VATM zieht Fazit

Was Netze der Zukunft leisten und was die Branche von der Politik erwartet

Was können die Netze bis 2025 und was brauchen wir darüber hinaus? Welche Ziele verfolgt die Politik mitten im Bundestagswahlkampf? Digitalisierungsjahrzehnt – nur ein verstaubter Slogan oder endlich ein wirklicher Aufbruch? Spannend, durchaus kontrovers und auf jeden Fall hochaktuell: Das ist das Fazit der großen Kongressmesse für Breitband und Medien ANGA COM, die in dieser Woche rein digital stattgefunden hat.

Highlights der engen Kooperation zwischen VATM und ANGA COM war der Breitbandgipfel mit Spitzenvertretern der ausbauenden Unternehmen und das Panel zu den Gigabit-Schwerpunkten der großen Parteien. „Egal, wie die künftige Bundesregierung aussehen wird, eine ihrer Hauptaufgaben wird es sein, die Digitalisierung voranzutreiben“, eröffnete VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner den politischen Diskurs.

Digitale Zukunft heißt vorrangig, so schnell wie möglich Glasfaser auszubauen, darin waren sich Margit Stumpp, Expertin für digitale Infrastruktur der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Tankred Schipanski (CDU), digitalpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, und Dr. Jens Zimmermann, digitalpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, einig. Wie der Weg dahin möglichst sinnvoll gestaltet wird, darüber gingen die politischen Meinungen allerdings durchaus noch auseinander. Diskussionspunkte waren eine digitale Grundversorgung, Förderung in weißen und grauen Flecken, die Gestaltung einer klugen Migration von Kupfer auf Glas und die Frage nach fairen Verbraucher- und Datenschutzregeln. Einigkeit herrschte bei der Frage nach dem Einsatz von Satellitentechnologie als Übergangslösung, überall dort, wo die Menschen noch lange auf Glasfaseranschlüsse werden warten müssen.

Den Blick auf Markt- und Technologieentwicklung richtete der Breitbandgipfel auf der ANGA COM DIGITAL. Auf dem virtuellen Panel diskutierten Dr. Daniel Ritz, CEO, Tele Columbus AG, Timo von Lepel, Geschäftsführer, NetCologne, und Michael Fränkle, Executive Vice President Networks & CTO, TDC NET A/S, Dänemark, mit Jürgen Grützner als Moderator. Unbestritten auch in dieser Runde: Glasfaser ist die Zukunft – in Kooperationen durch Open Access. Denn die Auslastung der Netze sei der entscheidende Faktor. Nicht zu unterschätzen als wichtiger Treiber für den Glasfaserausbau sei auch die sehr große Nachfrage aus der Wohnungswirtschaft und von Seiten der Mieter, berichtete Dr. Daniel Ritz CEO vom VATM-Mitglied Tele Columbus.

Deutlich weiter als in Deutschland ist die Digitalisierung in Dänemark. Michael Fränkle von TDC NET machte im Ländervergleich durchaus klar, dass die Politik in Dänemark an einem Strang gezogen habe, und der Appetit der Bürger auf schnelles Internet groß sei.

Und was wünscht sich die Branche von einer neuen Bundesregierung? Allem voran größere Offenheit und Mut für radikaleres Denken, mehr Generationenkorrektheit ebenso wie eine nüchterne und ehrliche Analyse, welche Unternehmen tatsächlich echte Glasfaser zur Verfügung stellen und nicht zuletzt die Anerkennung des Engagements der großen privaten Investoren. „Das sind Hausaufgaben, die sich die künftigen Verantwortlichen in Berlin schon heute auf ihre To-Do-Liste setzen können,“ betonte VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner.

Insgesamt bot die ANGA COM DIGITAL vom 8. bis 10. Juni mehr als 40 Konferenzpanels mit 180 Sprechern und über 70 digitale Showrooms.

VATM-Mitglieder als Vertreter der ersten Liga der Glasfaser- und Kabelnetzbetreiber diskutierten vor allem auch zur „TKG-Novelle – Gelungene Modernisierung oder verpasste Chance“. An den drei Kongresstagen beteiligten sich u. a. 1&1 Versatel, Berthold Sichert GmbH, Deutsche Glasfaser, Deutsche GigaNetz, DNS:NET, Dura-Line, envia TEL, EWE TEL, GasLINE, Ocilion IPTV Technologies, ropa, Tele Columbus, Vodafone u. v. a.


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