DAUN, 01.04.2021 - 11:25 Uhr
Entertainment - Unternehmen

BLR feiert 30-jähriges Bestehen

Seit dem 1. April 1991 versorgt die solidarisch finanzierte BLR, die Dienstleistungsgesellschaft für bayerische Lokalradioprogramme, 55 ausschließlich privat finanzierte Lokalradios in Bayern mit Audio-Content aus Bayern, Deutschland und der Welt. Heute feiert sie ihr 30-Jähriges Bestehen:

Nachrichten, Korrespondentenberichte, Mantelprogramm und technische Dienstleistungen. Heute ist die BLR nicht nur ein wichtiger Content Partner für den bayerischen Lokalfunk, sondern auch ein Treiber technischer Entwicklungen für die digitale Produktion und Distribution von Audio-Content.

Kein anderes Bundesland in Deutschland verfügt über ein derart vielfältiges Lokalradio-Netz wie der Freistaat. Dass sich die Radiolandschaft in Bayern seit Ende der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts so positiv entwickelt hat, liegt an verschiedenen richtigen Weichenstellungen.

Die BLR hat mit Sicherheit ihren Teil zur bayerischen Erfolgsgeschichte beigesteuert. Getreu dem Motto „nicht das Rad neu erfinden, sondern dessen Lauf stetig verbessern“, haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ständig neue Sendeformate entwickelt, die aktuelle Berichterstattung an die jeweils wachsenden Anforderungen angepasst und die Digitalisierung der Programm- und Distributionstechnik vorangetrieben.

Heute ist die BLR in der Lage, allen Anforderungen an einen modernen technischen und journalistischen Dienstleister gerecht zu werden. Denn mit fortschreitender Digitalisierung haben sich die Aufgaben auch an lokale Hörfunkanbieter drastisch verändert. Neben UKW gibt es DAB+ als relevanten Verbreitungsweg. Es gibt Lokalprogramme auch via Livestream.

Lokalsender im Internet konkurrieren mit originären Webradios, Podcasts und diversen Musikdiensten, die das Hörverhalten der Menschen verändert haben. Um immer neue technische Anforderungen bedienen zu können, setzt die BLR, die seit zehn Jahren auch Kooperationspartner der Nachrichtenagentur dpa ist, heute auf ausschließlich IP-basierte Produktion und Distribution. Mit einem cloudbasierten Content-Managementsystem namens BayCloudNet, verschafft die BLR den bayerischen Lokalsendern ein bislang nicht gekanntes Höchstmaß an Programmautonomie.

Was die Zukunft der bayerischen Lokalsender und der Audio-Agentur betrifft, ist BLR-Geschäftsführer Sebastian Steinmayr trotz pandemiebedingter bedrohlicher Einbrüche bei den Werbeerlösen und eines finanziell deutlich überlegenen Wettbewerbers (Bayerischer Rundfunk) vorsichtig optimistisch: „Für die Meinungsvielfalt in Bayern ist es wichtig, dass wir neben einem omnipräsenten öffentlich-rechtlichen Rundfunk auch einen gut aufgestellten privaten Rundfunk haben. Diese Meinungsvielfalt stellen wir „Privaten“ durch eine umfassende Lokal- und Regionalberichterstattung sicher. Und gleichzeitig verhindern wir eine Monopolstellung des BR. Dieser Wettbewerb in der Berichterstattung ist und bleibt aber höchst unfair. Denn unser Wettbewerber ist durch Zwangsbeiträge von jährlich mehr als einer Milliarde Euro überfinanziert. Und schlimmer: Er unterhält mit diesen Zwangsbeiträgen ohne jedes unternehmerisches Risiko bayernweit 29 Lokalredaktionen. Dieses Engagement im Lokalen ist nicht Aufgabe des landesweiten Rundfunks, sondern eben des Lokalfunks. Im Sinne aller „Privatfunker“ hoffe ich sehr, dass der Wechsel an der Spitze des Bayerischen Rundfunks ein strategisches Umdenken bewirkt. Und auf dem Weg zu einem fairen Wettbewerb in Bayern hoffe ich weiterhin auf die Unterstützung durch die Politik“.


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