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DAUN, 25.01.2023 - 09:51 Uhr
Entertainment - Veranstaltungen

Borrell und Breton stellen die Prioritäten der europäischen Raumfahrtpolitik für 2023 vor

Die erste EU-Raumfahrt- und Verteidigungsstrategie, ein EU-Weltraumgesetz, Investitionen in Innovation und weltraumgestützte gesicherte Konnektivität: Der Hohe Vertreter und Vizepräsident der Europäischen Union Josep Borrell und EU- Binnenmarktkommissar Thierry Breton haben auf der 15. Europäischen Raumfahrtkonferenz die Prioritäten der europäischen Raumfahrtpolitik für das Jahr 2023 vorgestellt.

„Der Weltraum ist zu einem wichtigen strategischen Bereich geworden. Er wirkt sich nicht nur auf alle Aspekte unseres Lebens aus, sondern ist auch eine wichtige Ressource oder ein wichtiges Schlachtfeld für Sicherheit und Verteidigung. Der geopolitische Wettbewerb, den wir auf der Erde erleben, wird nun zunehmend in den Weltraum projiziert, und wir müssen uns auf ein zunehmend wettbewerbsintensives und umkämpftes Weltraumumfeld vorbereiten“, sagte Borrell auf der Konferenz. Die russische Invasion in der Ukraine habe die Bedrohungen verstärkt und die Anfälligkeit unserer Weltraum-Systeme für Störungen offengelegt. „Aber sie hat auch unsere Entschlossenheit gestärkt, Sicherheit und Verteidigung in der Europäischen Union dringlicher und gemeinsam anzugehen, auch im Weltraum.“

Europäische Raumfahrtaktivitäten 2023

Binnenmarktkommissar Thierry Breton stellte in seiner Rede die vier Pfeiler für die europäischen Raumfahrtaktivitäten in diesem Jahr vor:

  • IRIS², das neue EU-Programm für weltraumgestützte gesicherte Konnektivität.
  • Flexibilität, Agilität und echte Innovation bei den Investitionen und der Beschaffung im Weltraumsektor
  • Die erste EU-Raumfahrt- und Verteidigungsstrategie
  • Ein EU-Weltraumgesetz, mit dem gemeinsame Regeln für die Sicherheit und Nachhaltigkeit unserer Weltraumoperationen eingeführt werden sollen.

EU-Weltraumstrategie

Die neue Weltraumstrategie soll die strategische Position der Europäischen Union verbessern, um ihre Interessen zu verteidigen, ihre Weltraumsysteme und -dienste zu schützen und eine selbstbewusstere Weltraummacht zu werden.

Sie wird auf vier Säulen beruhen, nämlich

  1. einem EU-weiten Rahmen für die Widerstandsfähigkeit und Sicherheit der europäischen, nationalen und kommerziellen Raumfahrtsysteme;
  2. eine verstärkte Fähigkeit der Union, auf Bedrohungen zu reagieren
  3. eine verstärkte Nutzung des Weltraums für Sicherheits- und Verteidigungsoperationen, zum Beispiel durch neue Erdbeobachtungs- und Weltraumlageerkundungsdienste, und
  4. eine intensivere Zusammenarbeit mit globalen Partnern, insbesondere der NATO.

Schwerpunkt der diesjährigen Konferenz ist die Sicherung der Zukunft Europas in der Raumfahrt. Sie umfasst spezielle Sitzungen über die europäische Raumfahrtpolitik, ihre technologischen und industriellen Herausforderungen, IRIS², das Programm der Union für sichere Konnektivität, Unternehmertum, Innovation und Widerstandsfähigkeit des Raumfahrtsektors umfassen. Das vollständige Programm ist unter https://spaceconference.eu/programme online verfügbar.

Am 25. Januar wird Mariya Gabriel, EU-Kommissarin für Innovation, Forschung, Kultur, Bildung und Jugend, zusammen mit der italienischen Astronautin Samantha Cristoforetti eine Abschlussrede auf der Konferenz halten.

 


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