DAUN, 17.07.2014 - 16:05 Uhr
Entertainment - Unternehmen

Deutsche Microsoft-Mitarbeiter von Jobabbau kaum betroffen – Unternehmen streicht bis zu 18.000 Stellen

(dpa) – Von den geplanten einschneidenden Stellenkürzungen bei Microsoft sind nur wenige Mitarbeiter in Deutschland betroffen. Es handle sich um eine „zweistellige Anzahl von Beschäftigten“, sagte ein Sprecher von Microsoft Deutschland am 17. Juli auf dpa-Anfrage. Welche Standorte betroffen sind, konnte er nicht sagen. „Wir erarbeiten erst die konkreten Schritte für die Restrukturierung des Unternehmens.“ Die Deutschland-Zentrale von Microsoft befindet sich in Unterschleißheim bei München.

Historischer Personalabbau

Zuvor hatte Firmenchef Satya Nadella in einer Mitteilung an die Beschäftigten angekündigt, dass bis zu 18.000 Jobs verlorengehen werden. Es handelt sich um den bislang größten personellen Einschnitt in der Geschichte des Software-Konzerns. Der Großteil der Jobverluste geht auf die Eingliederung des zugekauften finnischen Handyherstellers Nokia zurück, was alleine 12.500 Stellen ausmacht. Die meisten der betroffenen Mitarbeiter sollen binnen sechs Monaten informiert werden.

Abfindungen und Hilfe bei Jobsuche

Auch die betroffenen Mitarbeiter in Deutschland sollen innerhalb dieses Zeitraumes benachrichtigt werden, sagte der Sprecher der dpa. Tatsächlich würde der hierzulande geplante Stellenabbau aufgrund der vergleichsweise geringen Zahl aber schneller vonstattengehen.

Nadella versprach Abfindungen und Hilfe bei der Suche nach neuen Jobs. Die Gesamtkosten für den Abbau bezifferte Microsoft auf 1,1 bis 1,6 Milliarden Dollar vor Steuern, verteilt über die nächsten vier Quartale. Der komplette Jobabbau soll bis Mitte nächsten Jahres abgeschlossen werden.

www.microsoft.com


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