DAUN, 20.04.2018 - 11:24 Uhr
Entertainment - Veranstaltungen

DLM-Symposium: Kontroverse Diskussionen um digitale Medienordnung

Sie halten sich geschickt im Hintergrund, bestimmen jedoch, was wir auf unseren Displays sehen: Algorithmen und Künstliche Intelligenz. Intermediäre wie Google, Facebook und Twitter haben ihren Einsatz zu ihrem Geschäftsmodell erklärt. Beim DLM-Symposium gestern, am 19.April in Berlin wurde kontrovers diskutiert, wie eine digitale Medienordnung gestaltet werden muss, um diesen Entwicklungen gerecht zu werden.

Die DLM-Vorsitzende Cornelia Holsten eröffnete das Symposium mit einem klaren Statement zur Regulierung von Intermediären: „Wir wollen gar nicht, dass die Unternehmen ihre Geschäftsgeheimnisse ausplaudern. Was wir fordern, sind Transparenz, Diskriminierungsfreiheit und einen Zustellungsbevollmächtigten in Deutschland.“

Keynote-Speaker Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg: „Es ist die Aufgabe der Länder, zukunftsorientiert rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Hamburg macht sich daher für neue staatsvertragliche Regelungen stark, die die Freiheitspotenziale digitaler Medien sichern und zugleich Information und Kommunikation in unserer Demokratie fördern. Hierbei benötigen wir auch den Sachverstand und die Expertise modernisierter Landesmedienanstalten, die sich hierfür auch strukturell an die digitalisierte Medienwelt anpassen müssen.

Ideen für die praktische Umsetzung lieferte Dr. Daniel Knapp, Executive Director TMT Research & Analytics IHS Markit. Er riet dazu, sich stärker auf die Infrastruktur hinter dem Interface und auf öffentlich relevante Algorithmen zu konzentrieren.

Anschließend diskutierten die Koordinatoren der zuständigen Fachausschüsse der Landesmedienanstalten mit Experten über die Aussagen der Keynote-Speaker. Im Panel zu Streaming ging es vor allem um die Frage, inwiefern Rundfunklizenzen noch zeitgemäß sind. Joachim Becker sprach als Koordinator des Fachausschusses Regulierung von einer „Schizophrenie“ zwischen medialer Wirklichkeit und gesetzlichen Regelungen. Auch die Diskutanten des Panels zu Plattformregulierung sahen akuten Handlungsbedarf. Erhard Weimann, Staatssekretär und Bevollmächtigter des Freistaates Sachsen beim Bund, forderte umfassende Auskunftspflichten gegenüber den Landesmedienanstalten.


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