DAUN, 10.07.2018 - 14:32 Uhr
Entertainment - Unternehmen

DNMG fordert Gleichbehandlung bei Einspeiseentgelten

Die Deutsche Netzmarketing GmbH (DNMG) fordert nach der Einigung von ARD und ZDF mit den beiden großen Kabelnetzbetreibern Vodafone und Unitymedia auf neue Verbreitungsverträge und die Zahlung von Einspeiseentgelten (InfoDigital berichtete) eine Gleichbehandlung der mittelständischen Kabelgesellschaften.

Neben der Vermarktung der Netzkapazitäten kämpfe die DNMG als Interessenvertretung ihrer Mitglieder seit Jahren „mit allen Mitteln des Rechtsstaats für faire Verbreitungsbedingungen und Gleichbehandlung gegenüber den marktbeherrschenden Wettbewerbern und Sendergruppen“, sagte DNMG-Geschäftsführer Ingo Schuchert auf der diesjährigen Mitglieder- und Gesellschafterversammlung in Hamburg. Die großen Kabelnetzbetreiber hätten sich „zu Lasten des Marktes auf rückwirkende und zukünftige Vergütungen in dreistelliger Millionenhöhe mit ARD und ZDF geeinigt“, erklärte Schuchert. „Unser Ziel ist, dass die Vielfalt unabhängiger Programme und ein funktionierender Wettbewerb beim Netzausbau gerade auch auf der letzten Meile aufrechterhalten werden können - dies ist nur bei fairen Marktbedingungen für mittelständische Netzbetreiber und unabhängige Programmveranstalter möglich.“

Auch der Fachverband Rundfunk- und BreitbandKommunikation (FRK) fordert eine Gleichbehandlung kleiner und mittelgroßer Netzbetreiber bei den Einspeiseentgelten und schaltet das Bundeskartellamt in den Konflikt (InfoDigital berichtete) ein.

Auf ihrer Versammlung in Hamburg vermeldete die DNMG einen Zuwachs auf über 200 Mitglieder und ist damit nach eigenen Angaben die mit Abstand größte Vermarktungsorganisation für Kabel- und Glasfasernetzbetreiber im deutschsprachigen Raum. Die durch die voranschreitende Marktkonsolidierung bedingten Mitgliederrückgänge hätten durch den Zuwachs im Bereich der Stadtwerke und Glasfasernetzbetreibern mehr als kompensiert werden können, hieß es. Vor allem die Entwicklung der Themen IPTV und Smart-Metering brachten der DNMG demnach hohen Zulauf.

Die Gesellschafter der DNMG zeigten sich mit der Entwicklung der Gesellschaft sehr zufrieden. Mit der Wahl des Aufsichtsrats bestätigen die Gesellschafter die folgenden Personen in ihrem Amt: Thomas Braun (concept Unternehmens- und Medienberatung), Andreas Coupette (Rechtsanwalt), Jürgen Sommer (ANTEC Betriebsgesellschaft), Bernd Thielk (willly.tel) und Claus Wedemeier (GdW). Als neue Aufsichtsräte begrüßt die DNMG Hermann Braunsberg (STG Kommunikations– und Nachrichtentechnik), Romy Bromen (NetCologne), Heike Leidiger (Tele Columbus) und Marcus Zoll (Tele Columbus). Thomas Braun als Aufsichtsratsvorsitzender und Andreas Coupette als sein Stellvertreter wurden im Amt bestätigt.

„Wir freuen uns, dass wir nun die Interessen von über 200 Unternehmen der Netzbetreiber-Branche vertreten. Das bestätigt die Wichtigkeit der DNMG im deutschsprachigen Markt“, sagte Schuchert. „Unsere Netzbetreiber profitieren nicht nur von den langfristig ausgebauten Vermarktungspartnerschaften mit Sky, M7 und Zattoo sowie der Beteiligung an der auf das intelligente Messwesen spezialisierten MeterPan GmbH, sondern partizipieren auch an dem seit einigen Jahren laufenden Musterverfahren gegen die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten. Dieser Zuspruch bestätigt uns in unserem Handeln die Rahmenbedingungen für verbesserte Wettbewerbsbedingungen zu stellen. Zudem freuen wir uns sehr auf innovative Impulse, die die neuen Aufsichtsräte in die Gesellschaft einbringen werden.“

 

Von Dr. Jörn Krieger


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