- © Foto: Paul Wassermann -
DAUN, 14.04.2021 - 15:31 Uhr
Entertainment - Veranstaltungen

Event-Industrie positioniert sich als Partner bei der Virus-Eindämmung

Prolight + Sound BIZLounge endet erfolg- und erkenntnisreich

Eine Wiederaufnahme des Veranstaltungsbetriebs ist möglich, wenn alle Erfordernisse des Hygiene- und Infektionsschutzes berücksichtigt und Events so zu einem sicheren Raum für Besucher werden. Dies war eine der zentralen Thesen der Diskutanten auf der Prolight + Sound BIZLounge am 13. April. Das digitale Austauschformat für die Event-Industrie feierte am 13. April seine erfolgreiche Premiere.

Darüber hinaus beleuchteten internationale Experten brennende Fragestellungen rund um Brexit-Auswirkungen, Nachhaltigkeit sowie Ausbildung in Corona-Zeiten.

„Trotz des coronabedingten Ausfalls der Prolight + Sound hat sich die Branche auf der BIZLounge im digitalen Raum zu einem ungemein wichtigen Gedankenaustausch zusammengefunden“, sagt Mira Wölfel, Director Prolight + Sound. „Die Event-Industrie hat gezeigt, dass sie an einem Strang ziehen kann, wenn es darum geht, Lösungen für den Weg aus der Krise zu finden und dabei wichtige Zukunftsziele nicht aus den Augen zu verlieren. Wir freuen uns sehr über die erkenntnisreichen Diskussionen mit hochkarätigen Experten – und auch über die vielen internationalen Teilnehmer, die das Programm von zuhause aus verfolgt und mit ihren Fragen bereichert haben“.

Fahrplan für die Rückkehr zum Kulturbetrieb: Forum Veranstaltungswirtschaft stellt „Manifest Restart“ vor

Mit einer umfangreichen Genehmigungsmatrix, die einen progressiven Stufenplan und Formulierungsvorschläge für einheitliche Verordnungen enthält, engagiert sich die Veranstaltungsindustrie für eine schrittweise Wiederaufnahme des Kulturbetriebs. Mitglieder des „Forum Veranstaltungswirtschaft“, eine Allianz maßgeblicher Wirtschaftsverbände, gaben auf der Prolight + Sound BIZLounge einen Überblick über das „Manifest Restart“. Darin ist unter anderem veranschaulicht, welche Auswirkungen die Anwendung einzelner Maßnahmenpakete auf die maximal zulässige Auslastung von Veranstaltungsstätten haben kann.

Nicht nur aus kultureller und ökonomischer Sicht sei ein Restart unter strengen Auflagen zu forcieren: Auch könne die Durchführung von Veranstaltungen eine positive Auswirkung auf die epidemiologische Gesamtlage haben. Zum einem sei die Ansteckungsgefahr bei Events mit strengem Hygienekonzept geringer als bei einem unkontrollierten Zusammenkommen, das sich der behördlichen Aufsicht entzieht. Zum anderen sei die Durchführungen von Testungen vor Events ein wichtiger Schlüssel, um infizierte Personen zu identifizieren und eine weitere Verbreitung des Virus im privaten und beruflichen Kontext zu verhindern.

Bereits in den vergangenen Wochen sei bei Modell-Events, zum Beispiel in den Niederlanden, das geringe Risiko von Veranstaltungen mit konsequentem Testkonzept nachgewiesen worden. Für Optimismus in der Branche sorgt darüber hinaus die Entwicklung neuer Tests, die schnellere Ergebnisse lieferten und für die Probanden angenehmer seien.

Brexit stellt Branche vor viele Herausforderungen

Vertreter der Branchenverbände VPLT (Deutschland), PLASA (UK) sowie PEARLE (EU) beleuchteten auf der Prolight + Sound BIZLounge die unmittelbaren Effekte des Austritts von Großbritannien aus der Europäischen Union. Zur Sprache kamen dabei unter anderem die Notwendigkeit von Zollerklärungen, unterschiedliche Kennzeichnungspflichten für technische Produkte (CE vs. UKCE) sowie der hohe bürokratische Aufwand bei der Visa-Beantragung.

Wenn die pandemiebedingten Reisebeschränkungen außer Kraft sind, werden die Auswirkungen des Brexit erst wirklich spürbar – in diesem Punkt waren sich die Diskutanten der Prolight + Sound BIZLounge einig. Deutliche negative Beeinflussungen für das Touring Business seien vor allem durch die Kabotage-Bestimmungen zu erwarten: etwa dadurch, dass nach Betreten des Festlandes nur noch zwei Transportdienstleistungen eines UK-basierten Fahrzeugs möglich sind, bevor dieses wieder nach Großbritannien zurückkehren muss – und umgekehrt. Die Verhandlungsparteien hätten keine ausreichende Rücksicht auf die operative Realität in der Veranstaltungswirtschaft genommen – so die Einschätzung des Panels. Erstrebenswert seien Ausnahmen für den Kulturbetrieb, sowohl im Transportwesen als auch bei der Visa-Vergabe.


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