DAUN, 02.03.2022 - 15:40 Uhr
Entertainment - Unternehmen

Glasfaser: wilhelm.tel und Deutsche Telekom kooperieren

Die Deutsche Telekom und wilhelm.tel haben sich auf die Rahmenbedingungen für eine langfristige Kooperation geeinigt und eine Absichtserklärung unterzeichnet, gab die Telekom am 2. März bekannt. Beide Unternehmen bekennen sich zur Netzöffnung, dem Prinzip des sogenannten „open access“.

Vorgesehen ist, dass Kundinnen und Kunden mit einem Glasfaseranschluss der wilhelm.tel ab Ende 2022 auch die Produkte der Telekom buchen können. Derzeit versorgt die wilhelm.tel in ihrem Glasfasernetz knapp 205.000 Haushalte mit ultraschnellem FTTH (Fiber to the home), bis 2025 sollen rund 350.000 Haushalte angeschlossen sein. Im nächsten Schritt werden beide Parteien die Vertragsverhandlungen zügig voranbringen und wollen noch im ersten Quartal des Jahres den Kooperationsvertrag unterzeichnen.

Zugriff auf gesamtes Glasfasernetz der wilhelm.tel

Die Telekom wird ihre Produkte voraussichtlich ab Ende 2022 im gesamten Glasfaser-Ausbaugebiet der wilhelm.tel anbieten können. Damit deckt die Telekom dann einen Großteil der Metropolregion im Norden mit ihrer Festnetz-Produktpalette und Geschwindigkeiten von bis zu 1 Gbit/s ab. Im April des Vorjahres hatte das Bonner Unternehmen bekanntgegeben, ebenfalls bis 2025 rund 540.000 Haushalte in Hamburg mit Glasfaser versorgen zu wollen. Dieser Eigenausbau konzentriert sich jedoch auf Gebiete, die von der wilhelm.tel bislang nicht erschlossen wurden. Damit wird ein Überbau bestehender FTTH-Infrastrukturen vermieden.

Telekom Deutschland

Das Glasfasernetz der Telekom umfasst heute bereits mehr als 650.000 Kilometer. In Deutschland versorgt das Unternehmen über das sogenannte Vectoring mehr als 34,5 Millionen Haushalte und Unternehmen mit Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s im Download. Mehr als 3 Millionen Haushalte und Unternehmensstandorte haben bereits Zugang zu einem reinen Glasfaser-Anschluss mit Bandbreiten von bis zu 1 Gbit/s. Die Telekom will in den kommenden Jahren ihren Beitrag dazu leisten, dass bis 2030 jeder Haushalt und jedes Unternehmen im Bundesgebiet über einen Glasfaser-Anschluss verfügen kann.


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