DAUN, 04.03.2016 - 13:48 Uhr
Entertainment - People

Gleichstellungsbeauftragte der öffentlich-rechtlichen Anstalten fordern mehr Frauen an die Spitze

48. Konferenz der Frauen-, Gleichstellungsbeauftragten und Beauftragten für Chancengleichheit von ARD, ZDF, Deutschlandradio, Deutsche Welle und ORF

Die Teilnehmerinnen der 48. Konferenz der Frauen-, Gleichstellungsbeauftragten und Beauftragten für Chancengleichheit von ARD, ZDF, Deutschlandradio, Deutsche Welle und ORF beklagen, dass die Zahl der Intendantinnen an der Spitze der öffentlich-rechtlichen Anstalten in Deutschland aktuell rückläufig ist.

Die kleinen Fortschritte der letzten Jahre mit drei Intendantinnen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gingen sukzessive verloren: Auf Monika Piel folgte beim WDR Tom Buhrow. Auch bei der Neubesetzung der Führung des Hessischen Rundfunks hätte es die Gelegenheit gegeben, sich für eine Intendantin zu entscheiden. Diese Chance wurde leider vertan. Deshalb forderten die Teilnehmerinnen der Konferenz beim Bayerischen Rundfunk, dass beim  Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) wieder eine Intendantin auf die zum 30. Juni 2016 ausscheidende Amtsinhaberin Dagmar Reim folgen müsse. Qualifizierte Bewerberinnen gäbe es genug.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk müsse seiner Vorbildfunktion nachkommen und hier gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Während die Gleichstellungsbeauftragten in den Sendeanstalten daran arbeiteten, den Frauenanteil in Führungspositionen zu erhöhen, wäre die Rückkehr zum von einem Intendanten geführten rbb das völlig falsche Signal, so die Teilnehmerinnen.


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