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DAUN, 30.06.2014 - 15:41 Uhr
Entertainment - Veranstaltungen

Grimme Online Award für Blogs, Youtube-Kanäle und ein Doku-Game

(dpa) – Blogs, Youtube-Kanäle und ein Doku-Game sind unter den diesjährigen Preisträgern des Grimme Online Awards. Große Redaktionen öffentlich-rechtlicher Sender konnten am 27. Juni in Köln ebenso einen Preis einstecken wie einzelne Bürger.

Preis für Youtube-Kanal „Jung & naiv”

Tilo Jung bekam den Preis für seinen Youtube-Kanal „Jung & naiv”, in dem er Politiker wie Peer Steinbrück konsequent duzt und unverblümt befragt. Preiswürdig fand die Jury auch das Blog „42553 Neviges” von Norbert Molitor, in dem er seinen Heimatort Neviges, einen Stadtteil von Velbert bei Düsseldorf, porträtiert. Obwohl er dabei häufig Leerstand und Trostlosigkeit aufzeigt, beteuerte er in Köln: „Ich liebe Neviges.” Auf der Website heißt es: „Der Ort ist mittwochnachmittags und an allen anderen Tagen ab 18.30 Uhr geschlossen.”

Awards für Arte, BR und SWR

In der Kategorie Wissen und Bildung gewann das Doku-Game „Fort McMoney” von Arte. In der Kategorie Information wurde das Webdossier „Zwischen Hoffnung und Verzweiflung – Der neue Nahe Osten” prämiert, ein Angebot des Bayerischen Rundfunks und des Südwestrundfunks. Den Award in der Kategorie Spezial erhielt das Blog netzpolitik.org, das sich für digitale Bürgerrechte einsetzt. Außerdem bedachte die Jury die multimediale WDR-Reportage „Pop auf'm Dorf” über das Pop-Festival von Haldern am Niederrhein.

Publikumspreis für Youtube-Kanal LeFloid

Einen Preis gab es auch für den „Pressekompass”, der aus deutschen und internationalen Medien Meinungsbilder zu kontroversen Themen sammelt und mit vier Polen einordnet. Die „Neue Zürcher Zeitung” wurde in der Kategorie Kultur und Unterhaltung geehrt für ihre Multimedia-Reportage „Du fliegst nur einmal” über einen schweizerischen Snowboarder mit russischen Wurzeln. Den Publikumspreis gewann der Youtube-Kanal LeFloid von Florian Mundt mit knapp 1,8 Millionen Abonnenten.

Hintergrund

Der Grimme Online Award wird seit 2001 verliehen. Obwohl es gewisse Überschneidungen gebe, werde man den Grimme-Preis für Fernsehproduktionen und den Grimme Online Award auch künftig getrennt halten, sagte die Direktorin des Grimme-Instituts, Frauke Gerlach.


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