DAUN, 14.03.2018 - 11:29 Uhr
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Initiative D21 wählt neuen Vorstand

Die Mitgliederversammlung der Initiative D21 wählte gestern ihren neuen Vorstand. 30 Personen aus den Mitgliedsunternehmen und -Organisationen des gemeinnützigen Vereins sind für die nächsten zwei Jahre in den Gesamtvorstand berufen. Dieser führt die Beschlüsse der Mitgliederversammlung aus und ist zuständig für die Projektorganisation in den Schwerpunktbereichen der Initiative D21 sowie für Strategiefragen. Der neue Vorstand wählte ebenfalls gestern aus seinen Reihen das Präsidium.

Hannes Schwaderer von der Intel Deutschland GmbH wurde in seinem Amt für weitere zwei Jahre als Präsident bestätigt. Er hat das Amt seit 2009 inne. „Die Digitalisierung aller Lebens- und Arbeitsbereiche erfordert einen breiten Diskurs zwischen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, um allen Bürgern den Weg zur Nutzung zu öffnen, Chancen und Risiken abzuwägen und einen selbstbestimmten Zugang zu ermöglichen. Dafür arbeite ich mit Herzblut“, so Schwaderer. „Die Notwendigkeit des politischen Diskurses über die Folgen der Digitalisierung für unsere Gesellschaft waren noch nie so drängend wie heute. Ethische Fragen werden einen zentralen Platz in Wirtschaft und Gesellschaft finden müssen, wir müssen die digitale Bildung fördern und einer digitalen Spaltung der Gesellschaft entgegenwirken. Dafür setzt sich die Initiative D21 als überparteiliches und branchenübergreifendes Netzwerk ein, arbeitet an konstruktiven Lösungen und stößt rechtzeitig notwendige Debatten an.“

Das Präsidium lenkt den Gesamtvorstand und ist für Beschlüsse zuständig, die die tägliche Arbeit des Vereins betreffen. Neue Vizepräsidenten sind Thomas Langkabel (Microsoft Deutschland) und Marc Reinhardt (Capgemini), das Amt als Schatzmeisterin übernimmt erneut Prof. Barbara Schwarze (Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit), Olaf Reus (Ericsson GmbH) ist erneut zum Schriftführer gewählt. Neu in das Präsidium gewählt wurden Nicolai Andersen (Deloitte) und Cornelia Gottbehüt (EY).

Bei der Wahl griff erstmals die im Juli 2017 beschlossene Geschlechterquote, nach der maximal 70 Prozent der Personen des Vorstands vom überrepräsentativen Geschlecht besetzt werden können. In der Folge konnten maximal 21 der gesamten Vorstandsmitglieder sowie der Präsidiumsmitglieder männlich sein. Der Verein strebt eine paritätische Besetzung an.

Der neue Gesamtvorstand der Initiative D21 Die Initiative D21 sieht sich als Sparringspartner der Politik und trägt mit Studien wie dem D21-Digital-Index und dem eGovernment MONITOR zur Grundlage politischer Meinungsbildung und zum gesellschaftlichen Diskurs bei. Sie bringt als Netzwerk relevante Akteure und ExpertInnen zusammen, um gemeinsam Antworten auf die Herausforderungen der Digitalisierung zu finden und die Digitale Gesellschaft positiv zu gestalten.

In dieser Rolle begrüßte die Initiative D21 den hohen Stellenwert der Digitalisierung im Koalitionsvertrag. „Insbesondere die digitale Bildungsoffensive mit Blick auf alle Teile der Bevölkerung sehen wir positiv. Diese stößt notwendige Investitionen in die digitale Bildung im Rahmen des Digitalpakts an und fördert die Teilhabe auf dem Arbeitsmarkt in der digitalisierten Welt. Der geplante Ausbau der digitalen Infrastruktur und Verwaltung eröffnet den Bürgerinnen und Bürgern neue Dienste und Möglichkeiten. Ohne diese geht es nicht, denn eine konkurrenzfähige digitale Verwaltung ist ein essentieller Standortfaktor“, so Schwaderer. „Auch die Daten-Ethikkommission im Koalitionsvertrag ist ein wichtiger Schritt, sie darf aber nicht auf Daten beschränkt bleiben. Ethische Fragen stellen sich letztlich auch in der Mensch-Maschine-Interaktion oder im Bereich der Künstlichen Intelligenz.“  


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