DAUN, 16.10.2015 - 14:26 Uhr
Entertainment - Veranstaltungen

Keine Digitale Gesellschaft ohne Breitband

Über 100 Teilnehmer aus Wirtschaft und Politik diskutierten auf der Herbstkonferenz der Deutschen Breitbandinitiative „Digitale Infrastrukturen - Digitale Chance für Wirtschaft und Gesellschaft“ intelligente digitale Infrastrukturen als Voraussetzung für eine erfolgreiche Zukunft des Standorts Deutschland.

Für einen nachhaltigen Weg in die vernetzte Gesellschaft ist es wichtig, die Debatte in alle Richtungen zu öffnen. Bei dem Vorhaben des Breitbandausbaus rückt für Politik und Wirtschaft, allen voran die Netzbetreiber, neben dem politischen und technischen Diskurs nun verstärkt die gesellschaftliche Perspektive ins Zentrum. Dr. Tobias Miethaner, Abteilungsleiter Digitale Gesellschaft im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, sagte in seiner Eröffnungsrede: „Automatisiertes und vernetztes Fahren, E-Health oder Smart Home: Die Digitalisierung durchdringt unseren Alltag in allen Lebensbereichen. Damit unsere Gesellschaft zukunftsfähig bleibt, brauchen wir flächendeckend Datenautobahnen. Die Bundesregierung startet jetzt ein 2 Mrd. EUR starkes Breitbandförderprogramm und wird so gemeinsam mit Ländern und Kommunen die weißen Flecken bei der Breitbandversorgung von der Landkarte tilgen.“  Digitale Infrastrukturen sind bereits heute eine zentrale Basisinfrastruktur, deren Implikationen Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig verändern. Neue Geschäftsmodelle, Produkte und Dienstleistungen benötigen breitbandige Netze. Ebenso sind digitale Infrastrukturen der Schlüssel für die Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen. Mit der Digitalisierung können die Vorteile urbaner Lebensweisen in ländlichen Regionen gefördert und so demografische Ungleichheiten vermieden werden. Sigurd Schuster, Projektleiter der Deutschen Breitbandinitiative erklärt: „Der gesellschaftliche Nutzen digitaler Infrastrukturen geht damit weit über die oft vorrangig diskutierte schnelle (50 Mbit/s) Internetverbindung zuhause hinaus - keine Digitalisierung ohne Breitband.“

Mit kurzen Impulsen in den Bereichen Mobilität, digitale Verwaltung (eGovernment) und elektronische Gesundheitsdiensten (eHealth) wurden die Chancen für Wirtschaft und Gesellschaft konkretisiert. Beim anschließenden Paneltalk zum Thema „Netzausbau - Zwischen gesellschaftlicher Verantwortung und wirtschaftlicher Notwendigkeit“ diskutierten Ulrich Adams, Vorstandsbeauftragter für den Breitbandausbau der Deutsche Telekom AG, Wilhelm Dresselhaus, Vorstandsvorsitzender der Alcatel-Lucent Holding GmbH, Dr. Hermann Rodler, Managing Director von Nokia Networks, Stefan Koetz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ericsson GmbH und Walther Haas, Mitglied der Geschäftsleitung der Huawei Technologies Deutschland GmbH den Netzausbau im Spannungsfeld zwischen Wirtschaft und Gesellschaft. Es zeigte sich, dass Wirtschaft und Gesellschaft leistungsstarke Netze benötigen, um die Herausforderungen der digitalen Zukunft als Chance zu nutzen.

Die Botschaft der deutschen Breitbandinitiative für die nächsten drei Jahre formuliert Schuster so: „Wir sollten die Breitbandstrategie der Bundesregierung im Technologie-Mix jetzt umsetzen. Prinzip-Diskussionen - so sinnvoll sie im Einzelfall erscheinen mögen - verlangsamen den Roll-out. Außerdem sollten die Förderrichtlinien einfach und zeitnah anwendbar gestaltet sein.“

Hashtag für diese Veranstaltung: #hk15bbi


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Aktuelle Ausgabe 6/2017

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