DAUN, 07.02.2019 - 14:58 Uhr
Entertainment - Unternehmen

M-net eröffnet neue Firmenzentrale in München

Glasfaseranbieter M-net hat eine neue Firmenzentrale bezogen. Das quaderförmige Gebäude am Frankfurter Ring im Münchner Norden wurde von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf den Namen M-Cube getauft. Die offizielle Einweihung fand heute im Rahmen eines Neujahrsempfangs für geladene Gäste, Kunden und Partner gemeinsam mit der Staatsministerin für Digitales, Judith Gerlach, statt. Zeitgleich gab das Unternehmen mit  Partner Nokia einen neuen Rekord bei der Datenübertragung in Glasfaser-Netzwerken bekannt.

Führender Glasfaseranbieter in Bayern

Die M-net Telekommunikations GmbH ist mit Niederlassungen und Shops in mehreren bayerischen Städten wie Augsburg, Nürnberg und Kempten sowie im hessischen Main-Kinzig-Kreis vertreten. Am Hauptstandort München unterhielt das Unternehmen bis vor wenigen Wochen noch zwei Niederlassungen. Im Haus an der Landshuter Allee war unter anderem der Kundenservice untergebracht. Auf dem Campus der Stadtwerke München in der Emmy-Noether-Straße befanden sich die Geschäftsführung, Marketing, Technik und Vertrieb. Mit dem neuen Jahr 2019 sind die beiden Münchner Niederlassungen nun an einen gemeinsamen Standort gezogen: den M-Cube am Frankfurter Ring 158.

Die offizielle Eröffnung der neuen Firmenzentrale übernahm die Staatministerin für Digitales, Judith Gerlach, gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats von M-net, Dr. Florian Bieberbach, sowie den M-net Geschäftsführern Nelson Killius und Dr. Hermann Rodler. In ihrer Rede betonte Judith Gerlach die wachsende Bedeutung schneller Datennetze für Gesellschaft und Wirtschaft: „Die Digitalisierung verändert unser Leben – von der privaten Kommunikation, über die Arbeitswelt bis hin zur digitalen Verwaltung. Schnelle Datenverbindungen sind der Kraftstoff für die Digitalisierung. Hierfür ist ein gemeinsamer Kraftakt aller Beteiligten erforderlich. Wir brauchen bayerische Unternehmen, die mit Vision und Tatkraft kreative Lösungen anpacken.“

M-Cube: modernes Bürogebäude auf dem neuesten Stand der Technik

M-net beschäftigt insgesamt über 850 Mitarbeiter in Bayern, davon rund 650 am Standort München. „Die offizielle Einweihung des M-Cube markiert einen Meilenstein in der 22-jährigen Unternehmensgeschichte von M-net“, sagt Nelson Killius, der Sprecher der M-net Geschäftsführung. „Mit ihrem Open-Space-Konzept zeichnet sich unsere neue Zentrale durch eine helle und offene Büroarchitektur aus. Hier haben wir die besten Voraussetzungen geschaffen, um die weitere Innovation der Glasfasertechnologie und den Breitband-Ausbau für Bayern weiter voranzutreiben.“

Hermann Rodler, Technischer Geschäftsführer von M-net, ergänzt: „Auch in ökologischer Hinsicht sowie in punkto IT-Sicherheit setzen wir mit dem neuen Gebäude Standards: Der M-Cube ist nach unserem Wissen das erste Bürogebäude Deutschlands, in dem die  gesamte Netzwerkausstattung aus zertifizierten Komponenten mit dem Qualitätszeichen IT-Security Made in Germany besteht. Damit tragen wir unseren eigenen Anforderungen wie auch den Interessen unserer Kunden Rechnung.“ In der neuen Zentrale ist auch das Network Management Center und ein Testlabor für das Monitoring und den Betrieb der M-net Glasfasernetze untergebracht. Eine Notstromversorgung stellt sicher, dass M-net auch im Falle eines Stromausfalls erreichbar ist und seine Kunden weiter versorgen kann.

Glasfaser ist Daseinsvorsorge

M-net ist ein Tochterunternehmen etablierter Unternehmen aus der Energiewirtschaft. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Stadtwerke München (SWM) und zugleich Aufsichtsratsvorsitzende von M-net, Dr. Florian Bieberbach, beglückwünschte M-net zum neuen Zuhause und erklärte: „Telekommunikation ist für die Stadtwerke ein Thema der Daseinsvorsorge. Genauso wie gute Strom-, Wasser- oder Fernwärmenetze Grundvoraussetzungen für eine hohe Lebensqualität sind, ist dies in zunehmenden Maße auch die digitale Infrastruktur.“

Bieberbach verwies auf den gemeinsamen Glasfaserausbau, den die SWM und M-net schon seit 2010 in der bayerischen Landeshauptstadt vorantreiben. „Aktuell befinden wir uns in der zweiten Ausbauphase und werden allein in diesem Jahr weitere 50.000 Haushalte mit schnellem Internet versorgen können. Unser langfristiges Ziel ist es, Glasfaseranschlüsse in ganz München anzubieten. Und dazu sind wir auf einem guten Weg. Schon in zwei Jahren werden wir 70 Prozent aller privaten und gewerblichen Haushalte erschlossen haben.“

Glasfaser-Rekord zur Eröffnung

Als Highlight der Eröffnung gab das Unternehmen gemeinsam mit Partner Nokia einen neuen Rekord bei der Datenübertragung via Glasfaser bekannt. M-net und Nokia ist es erstmals gelungen, 500 Gigabit pro Sekunde über eine einzelne Wellenlänge des Lichts zu schicken. Die Freude bei beiden Unternehmen ist entsprechend groß. „Dieser Feldversuch und die erreichte Übertragungsgeschwindigkeit sind ein neuer Meilenstein auf dem Gebiet der optischen Hochgeschwindigkeitsnetze“, so Dr. Hermann Rodler, Technischer Geschäftsführer bei M-net. „Wir unterstreichen damit ganz klar die Innovationskraft, die in M-net steckt. Unser Fokus war dabei schon immer auf die Glasfaser als leistungsstärkstes Übertragungsmedium der Welt gerichtet. Auf die Zusammenarbeit mit Nokia sind wir dabei sehr stolz. Das gewonnene technologische Know-how wird beiden Unternehmen dabei helfen, die eigene Forschungs- und Entwicklungsarbeit erheblich voranzutreiben und die jeweilige Stellung als Technologieführer im Bereich der optischen Netze weiter auszubauen.“

DWDM-System als integraler Bestandteil

Technische Grundlage für den Feldversuch zwischen dem neuen M-net Headquarter „M-Cube“ in München und einem M-net Betriebsraum in Regensburg war ein sogenanntes Dense Wavelength Division Multiplexing-System (DWDM-System). Es nutzt zur Datenübertragung Glasfaserleitungen und sorgt dafür, dass jede einzelne Wellenlänge im genutzten Spektralbereich zur Übermittlung von Informationen genutzt werden kann. Die zur Übertragung im Glasfaserkabel verwendeten Wellenlängen liegen hier sehr dicht beieinander. Um die in diesem Feldversuch angestrebte Bandbreite zu ermöglichen, mussten die eingesetzten Systemkomponenten zum Übermitteln der Spektralfarben hohen Anforderungen entsprechen.

Wegweisende Technik von Nokia

Möglich machten diesen Rekord speziell für DWDM-Systeme entwickelte WDM-Komponenten von Nokia. M-net hat als erster Netzbetreiber weltweit den neuen Digitalen Signalprozessor (DSP) Photonic Service Engine 3s (PSE-3s) mit kohärenter Signalverarbeitung getestet. PSE-3s ermöglicht dank der intelligenten Signalverarbeitungstechnologie „Probabilistic Constellation Shaping“ (kurz PCS) eine sehr genaue Anpassung des optischen Signals an die vorherrschenden Übertragungsbedingungen. Dadurch ist es möglich, die Übertragungskapazität über jede Distanz zu optimieren. Die Übertragungsrate lässt sich mit dem eingesetzten System über kürzere Distanzen auf bis zu 600 Gigabit pro Sekunde je Wellenlänge steigern, was eine Gesamtübertragungskapazität von 76,8 Terabit pro Sekunde je Glasfaser ermöglicht.

Hochleistungs-Backbone

Die Leistung und Flexibilität des getesteten Systems ermöglichen es M-net, ein Backbone-Netz aufzubauen, das die massiven Anforderungen an die Übertragungsbandbreite und Latenz im 5G- und Industrie 4.0-Zeitalter bedienen kann. Die Bereitstellung der im Feldversuch genutzten Glasfasern auf der Teststrecke zwischen München und Regensburg erfolgt durch die GasLINE GmbH & Co. KG. Die genutzten Fasern bilden einen Teil des zukünftigen optischen Kernnetzes von M-net, dem Bayernring.


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