DAUN, 11.02.2014 - 10:54 Uhr
Entertainment - Entertainment

MDR-Rundfunkrat für crossmediales öffentlich-rechtliches Jugendangebot

Der MDR-Rundfunkrat hat sich für die Beauftragung eines crossmedialen öffentlich-rechtlichen Jugendangebots durch die Politik ausgesprochen. Die Rundfunkanstalten sollten in die Lage versetzt werden, ein solches Angebot baldmöglichst starten zu können, teilte der MDR mit. Zuvor hatte sich das Gremium am 10. Februar mit dem konzeptionellen Ansatz der Rundfunkanstalten für ein solches Angebot beschäftigt. „Die jetzt vorgestellte trimediale Ausrichtung ist nach unserer Überzeugung eine wesentliche Voraussetzung für eine Beauftragung und das Gelingen eines solchen Gemeinschaftsprojektes“, sagte MDR-Rundfunkratsvorsitzende Gabriele Schade. „Wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk mehr junge Menschen unter dreißig Jahren erreichen will, müssen Angebote unterbreitet werden, die den Nutzungsgewohnheiten dieser Zielgruppe entsprechen.“

Novellierung des Telemedienauftrages gefordert

Die Politik sei aufgefordert, nun zeitnah über eine Beauftragung eines gemeinsamen crossmedialen Jugendangebots von ARD und ZDF zu entscheiden. In diesem Zusammenhang forderte der MDR-Rundfunkrat auch eine Novellierung des Telemedienauftrages. „Die Beauftragung eines werbefreien Jugendangebots bietet auch die Chance, unzeitgemäße Restriktionen im Online-Bereich zu überdenken“, sagte die Vorsitzende. Ausdrücklich unterstützt der MDR-Rundfunkrat die im Konzept skizzierte Beteiligung junger Menschen an dem künftigen Jugendangebot. Darüber hinaus sollten weitere Möglichkeiten genutzt werden, um das Publikum stärker als bisher einzubinden und Partizipation zu gewährleisten. MDR-Intendantin Karola Wille wird vom Rundfunkrat darüber hinaus in dem Bestreben unterstützt, sich maßgeblich bei der Weiterentwicklung und Ausgestaltung eines trimedialen Jugendangebotes mit Inhalten und den entsprechenden Ressourcen einzubringen. Die Positionierung des Rundfunkrates im Wortlaut ist zu finden unter www.mdr-rundfunkrat.de.

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