DAUN, 02.11.2020 - 11:07 Uhr
Entertainment - Veranstaltungen

Medientage München: Mehr als 10.000 Online-Besucher in sieben Tagen

Die 34. Medientage München wurden coronabedingt erstmals komplett digital veranstaltet und erreichten online laut Angaben des Veranstalters innerhalb von sieben Tagen mehr als 10.000 Besucherinnen und Besucher. Aus sieben Studios in München wurden vom 24. bis 30. Oktober über hundert Sessions übertragen. Mehr als 350 Referentinnen und Referenten - darunter etwa 38 Prozent weiblich - aus Medienwirtschaft und -politik, aus Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft präsentierten und diskutierten live im Studio oder mit Hilfe von Online-Konferenzschaltungen darüber, was die Medienwelt zurzeit bewegt.

Digitale Transformation und Disruption, Strukturwandel einer fragmentierten und diversen Öffentlichkeit, Nachhaltigkeit und Wertewandel sowie Folgen der Corona-Pandemie: Das waren die zentralen Themen, mit denen sich fast alle Vorträge, Talk- und Gesprächsrunden auseinandersetzten. In den Diskussionen zeigte sich, wohin sich die Medien entwickeln, welche Trends die Branche bewegen und was die Akteure während der Corona-Pandemie gelernt haben. Über die zwei kontinuierlichen Konferenz-Streams hinaus wurden digitale Plattformen für Chats und Networking, für Masterclasses und Podcasts, für einen digitalen Expo-Showroom sowie eine dreidimensionale XR-Welt angeboten - ganz nach dem Konferenz-Motto „This is Media NOW“.

Wie gut das digitale Angebot der Medientage München bei den Besucherinnen und Besuchern ankam, zeigt deren Verweildauer, die laut Veranstalter bei durchschnittlich über 4 Stunden gelegen habe. „Ich bin überwältigt von der guten Akzeptanz der ersten digitalen Medientage München“, zeigte sich Stefan Sutor, Geschäftsführer der Medien.Bayern GmbH, am letzten Kongresstag sehr zufrieden. „Wir hatten ein umfangreiches Konferenzangebot, volle Masterclasses, spannende Debatten und trotz der Ablenkungen im Homeoffice eine lange Verweildauer auf unserer Plattform Medientage München digital. Auch der Austausch der Konferenzbesucher untereinander via Direktnachrichten war enorm.“ Bei den anderen digitalen Networking-Formaten hingegen gebe es noch „Luft nach oben“ und scheine die Eintrittsbarriere noch zu hoch, sagte Sutor.

Zusätzlich zum Medientage-Gipfel, zum Audio-Gipfel, zu TV-Gipfel, Sport-Gipfel, Europatag und Journalism Summit wurden in diesem Jahr Kongress-Akzente mit Schwerpunkten zu den Themen Diversität und Desinformation gesetzt. Zwei zentrale Themen, die Medienunternehmen jenseits der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie zurzeit besonders beschäftigen, sind die Phänomene Streaming und Social Media. Die Entwicklungen in beiden Bereichen, so urteilten Branchenvertreter, seien durch die Folgen des Covid-19-Virus enorm forciert worden. Außerdem wurde während der zahlreichen Diskussionen immer wieder deutlich, dass Gesellschaft und Medien heute vielfältiger sind als je zuvor und dass die Herausforderung für Medien und Journalismus daraus besteht, möglichst viele gesellschaftlichen Strömungen verantwortungsbewusst aufzunehmen und abzubilden.

Das Konferenz-Programm der 34. Medientage München bot Veranstaltungen in den Bereichen Politik & Gesellschaft, Diversity, TV & Streaming, Smart TV, Journalismus & Publishing, Audio & Radio, Podcast, Werbung & Marketing, lokaler Rundfunk und Europa. Parallel dazu bestand bei der Media Lab Innovation Week die Möglichkeit, online On-Demand-Kurse abzurufen. Die Veranstaltungen wurden aus Studios im Literaturhaus, der Mediaschool Bayern (3 Studios), der Medien.Bayern GmbH, des Bayerischen Rundfunks, von ProSiebenSat.1 und Sky übertragen. Zu den Events der 34. Medientage München zählten die Verleihung der BLM-Hörfunk- und Lokalfernsehpreise und die Verleihung des Isarnetz Creator Award.

Die Medientage München werden von der Medien.Bayern GmbH veranstaltet und von der Bayerischen Staatskanzlei und der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) gefördert. Siegfried Schneider, Präsident der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Medien.Bayern GmbH, betonte, er sei „sehr zufrieden, mit den Medientagen München 2020 den digitalen Weg gegangen“ zu sein - gerade auch mit Blick auf das aktuelle Infektionsgeschehen und dem damals noch bevorstehenden Teil-Lockdown. „In dieser besonderen Phase mit drastischen Maßnahmen werden die Medien erneut extrem gefordert sein. Die Menschen brauchen fundierte, gut recherchierte Informationen - die Branche in unserem Land macht dabei einen hervorragenden Job“, sagte Schneider und verwies auf eine „Renaissance der Inhalte, des Public Value und des Qualitätsjournalismus“. Viele Beispiele dafür wurden auf der digitalen Medientage-Plattform gezeigt und diskutiert. „Die Herausforderung ist es mehr denn je, auch diejenigen zu erreichen, deren Vertrauen in die Medien sinkt und die anfällig sind für Fake News, Verschwörungstheorien und Hassbotschaften im Netz. Hier dürfen wir nicht aufgeben, wir müssen den Dialog suchen und die demokratische Debatte schützen!“, lautete Schneiders Appell.

Zu den wichtigsten Referenten und Diskussionsteilnehmern der 34. Medientage München zählten der bayerische Ministerpräsident Dr. Markus Söder, die Präsidentin des Bayerischen Landtags Ilse Aigner, Bayerns Medienminister Dr. Florian Herrmann, Bayerns Justizminister Georg Eisenreich, der Präsident des Bundeskartellamtes Andreas Mundt, die für die Medienpolitik der Bundesländer zuständige Staatssekretärin der Landesregierung von Rheinland-Pfalz Heike Raab, die Vizepräsidentin des Ausschusses für Wirtschaft und Währung des Europäischen Parlaments Stéphanie Yon-Courtin, der Vorsitzende der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten (DLM) Dr. Wolfgang Kreißig, der ARD-Vorsitzende Tom Buhrow, ZDF-Programmdirektor Dr. Wolfgang Himmler, die VAUNET-Vorsitzende Annette Kümmel, die TV-Manager Wolfgang Link und Rainer Beaujean (beide ProSiebenSat.1 Media SE), Claus Grewenig (Mediengruppe RTL), Susanne Aigner (Discovery) und Katja Hofem (Joyn). Zu den Top-Speakern von ausländischen Unternehmen gehörten der WarnerMedia-Manager Gerhard Zeiler, die CNN-Moderatorin Christiane Amanpour, Scott Havens von der Bloomberg Media Group, Facebook-Managerin Angelika Gifford und YouTube-Managerin Cécile Frot-Coutaz sowie die Vizepräsidentin des US-Pay-TV-Anbieters Starz Superna Kalle.


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