Prof. Dr. Barbara van Schewick (Stanford Law School) (m.) im Gespräch mit Prof. Dr. Werner Schwaderlapp, Dr. Jürgen Brautmeier und Moderator Prof. Dr. Frank Überall (v.l.n.r.). Prof. Dr. Barbara van Schewick (Stanford Law School) (m.) im Gespräch mit Prof. Dr. Werner Schwaderlapp, Dr. Jürgen Brautmeier und Moderator Prof. Dr. Frank Überall (v.l.n.r.). - © Foto: Uwe Völkner / FOX -
DAUN, 24.06.2015 - 08:18 Uhr
Entertainment - Veranstaltungen

Medienversammlung der LfM – Gleiches Netz für alle

Wirtschaftliche Innovation und kommunikative Chancengleichheit durch Netzneutralität

Die Medienversammlung der Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) widmete sich in diesem Jahr der Netzneutralität. Vor 150 Gästen diskutierten am 22. Juni im Kölner KOMED Experten und Interessierte über dieses zukunftsweisende Thema.

Prof. Dr. Barbara van Schewick von der Stanford Law School führte mit einer umfassenden Keynote ins Thema ein und berichtete über die aktuellen Regelungen zugunsten der Netzneutralität in den Vereinigten Staaten. Dabei spielten gesellschaftliche, wirtschaftliche und verbraucherorientierte Aspekte eine Rolle. So ging sie auf die Verankerung des Themas in der öffentlichen und netzpolitischen Diskussion in den USA, die Netzneutralität als Innovationsmotor und diskriminierungsfreie Zugänge für den Verbraucher ein.

Im zweiten Teil der Veranstaltung kamen fünf weitere Experten zu Wort: Thomas Lohninger (European Digital Rights und Digitale Gesellschaft), Prof. Dr. Hubertus Gersdorf (Universität Rostock), Dr. Wolf Osthaus (Unitymedia) und Helga Zander-Hayat (Verbraucherzentrale NRW) und Marc Schröder (RTL Interactive) beschrieben differenziert die Herausforderungen rund um die Netzneutralität aus ihrer Sicht.

Prof. Dr. Werner Schwaderlapp, Vorsitzender der LfM-Medienkommission, legte am Ende der Veranstaltung auch die Position des LfM-Gremiums dar: Die Kommission setze sich für eine Form der Netzneutralität ein, „die nicht durch kommerzielle Interessen von Anbietern beeinträchtigt ist, sondern die dem Konsumenten die Souveränität über die Nutzung des Netzes voll zuschreibt.“ Schwaderlapp weiter: „Wir möchten nicht, dass finanzstarke Anbieter sich selber eine Überholspur im Netz kaufen können, so dass sie gegenüber kleineren Unternehmen im Vorteil sind.“

Weitere Informationen und Videos zur Medienversammlung 2015 finden Sie hier.


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