DAUN, 20.11.2018 - 14:38 Uhr
Entertainment - Veranstaltungen

Neue „Smart Country Convention“ soll digitale Verwaltung fördern

(dpa) - Ein neues Messeformat will Schwung in die Digitalisierung von öffentlicher Verwaltung und Bürgerservices bringen. Die „Smart Country Convention“ bietet Vertretern aus Behörden, Verbänden und Digitalwirtschaft eine breite Plattform dafür.

Städte und Gemeinden in Deutschland haben in Sachen Digitalisierung nach Einschätzung des Digitalverbands Bitkom „sehr viel Nachholbedarf“. „Wir reden schon seit Jahrzehnten über die digitale Verwaltung“, sagte Bitkom-Präsident Achim Berg. Mit einem neuartigen Messeformat, der „Smart Country Convention“ in Berlin, will der Verband gemeinsam mit der Messe Berlin „aufzeigen, wie es geht“. Die „Smart Country Convention“ soll der Digitalisierung im öffentlichen Sektor dabei eine neuartige Plattform bieten und die Prozesse beschleunigen helfen.

Quelle: Bitkom Research 2018 Aufgaben gibt es genug. Und wie eine Umfrage des Bitkom belegt, sind die Erwartungen der Bürger an eine digitale Stadt in der Bevölkerung groß, die Realität jedoch meist ernüchternd. Demnach sagen 64 Prozent der Befragten, ihre Stadt sei nicht digital aufgestellt. Und nur 30 Prozent bewerten den Digitalisierungsgrad ihrer Gemeinde als fortschrittlich. „Deutschland hat noch einen ziemlich langen Weg zum Smart Country vor sich“, sagte Berg. Die nötigen Technologien gebe es zwar, doch mit der Umsetzung haderten Bund, Länder und Kommunen noch.

Den größten Verbesserungsbedarf an ihrem Wohnort sehen die Menschen in Deutschland laut der repräsentativen Umfrage in den Bereichen Wohnen (81 Prozent), Verwaltung (79 Prozent), Sicherheit (77 Prozent), Verkehr (74 Prozent) und Bildung (72 Prozent). Die überwiegende Mehrheit sieht in der Digitalisierung von Services eine große Chance für Städte und Gemeinden.

Zur Eröffnung der „Smart Country Convention“, die Vertreter von Verwaltung, Politik, Verbänden und Digitalwirtschaft zusammenbringen will, wurde am Dienstag auch das Rechnungseingangsportal des Bundes nach halbjährlicher Pilotphase offiziell gestartet. Über das Gemeinschaftsprojekt der Länder Bremen, NRW und Rheinland-Pfalz soll die Annahme und Verarbeitung von Rechnungen an den Bund nun künftig digital erfolgen. Auch der Gesetzgebungsprozess solle voll digitalisiert werden, sagte Klaus Vitt, Staatssekretär beim Bundesinnenministerium.

Die „Smart Country Convention“ verbindet eine Ausstellung sowie Fachvorträge, Weiterbildungsangebote, einen Start-up-Wettbewerb und Gelegenheiten zum Netzwerken. Schirmherr ist das Bundesinnenministerium. Erklärtes Ziel der Messe ist es, Schwung in die Vorhaben der Verwaltung zu bringen. „Wir haben alle kein Erkenntnisproblem“, sagte Berg. Jetzt sei es aber an der Zeit, Entscheidungen zu fällen.

www.smartcountry.berlin


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