DAUN, 18.06.2018 - 15:57 Uhr
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OHB erhält Zuschlag für Studien zum europäischen Erdbeobachtungsprogramm „Copernicus“

Die OHB Systems AG hat den Auftrag für drei Studien zu den möglichen Erweiterungsmissionen von „Copernicus“ als Hauptauftragnehmer von der Europäischen Weltraumorganisation ESA erhalten. Das gab die OHB System AG, ein Tochterunternehmen des Raumfahrt- und Technologiekonzerns OHB SE am 18. Juni bekannt. Diese Phase A/B1-Studien wurden europaweit ausgeschrieben und haben einen Wert von 17 Millionen Euro.

Bei den drei Studien der OHB System AG handelt es sich um die Missionen „CO2M“ (CO2 Monitoring), „LSTM“ (Land Surface Temperature Monitoring) sowie „CHIME“ (Copernicus Hyperspectral Imaging Mission for the Environment).

Die CO2-Misson soll es ermöglichen, Regionen mit starker CO2-Emmission zu entdecken sowie allgemein die Vereinbarungen des Klimaabkommens von Paris zu überwachen.

LSTM dient dazu, die Veränderung der Oberflächentemperatur der Erde zu messen, vor allem Küstenregionen sollen dabei genauer erfasst werden können. Durch verbesserte Beobachtung von Veränderungen des Erdbodens und der Temperatur wird es möglich sein, der Landwirtschaft genauere Daten für den Anbau, die Bewässerung und die Ernte zu liefern.

CHIME wird durch Hyperspektralanalysen völlig neue Erkenntnisse im Bereich der Bodeneigenschaften und der chemischen Zusammensetzung von Mineralien, Felsen und Böden liefern. Daraus lassen sich wertvolle Hinweise für nachhaltige Landwirtschaft, Bergbauaktivitäten, Nahrungsmittelsicherheit und Erhalt der Artenvielfalt ableiten.

Für eine weitere Studie im Rahmen des Copernicus-Programms wurde das OHB-Tochterunternehmen OHB Sweden als Hauptauftragnehmer ausgewählt; dabei handelt es sich um die Mission „PIST“ (Polar Ice and Snow Topography) mit einem Auftragsvolumen von EUR 5 Mio. Zudem wurde das OHB-Tochterunternehmen OHB Italia als Unterauftragnehmer der Mission „CIMR“ (Copernicus Imaging Microwave Radiometer) ausgewählt.

„Der Zuschlag für diese Studien hat für OHB große Bedeutung“, sagt Andreas Lindenthal, Vorstandsmitglied der OHB System AG. „Copernicus ist neben dem Navigationssystem Galileo das zweite große Raumfahrtprogramm der Europäischen Kommission, mitfinanziert von der ESA. Wir arbeiten hart und zielstrebig daran, wie schon im Bereich der Navigation auch im Bereich Erdbeobachtung ein langfristig verlässlicher und kompetenter Partner Europas zu werden.“ OHB komme dabei die Erfahrung aus zehn Jahren mit komplexen, in Serie gefertigten Raumfahrtsystemen zugute. „Wir werden bis Mitte 2019 verschiedene Konzepte entwickeln, um die Anforderungen an Kosten und Zeitplan erfüllen zu können und damit eine gute Position für den Zuschlag für die Realisierung der Satelliten zu bekommen“, ergänzt Lindenthal.


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