DAUN, 03.04.2014 - 15:22 Uhr
Entertainment - Veranstaltungen

Online-Videotheken – Shootingstars auf weltgrößter Fernsehmesse MIPTV

(dpa) – Netflix, Maxdome, Watchever und andere Online-Videotheken spielen auf der weltgrößten Messe für Fernsehprogramme, der MIPTV in Cannes, dieses Jahr eine große Rolle. Auf dem Marktplatz der Film- und Fernsehproduzenten, der an diesem Wochenende beginnt, treten neben Sendern zunehmend auch Internetplattformen als wichtige Käufer von Filmen, Shows und Serien auf. Rund zehn Prozent des Umsatzes werden nach Schätzungen von wichtigen Rechtehändlern im Programmhandel inzwischen mit den Streaming- und Downloadanbietern gemacht. Die Tendenz ist steigend. 511 Millionen Euro soll der Umsatz der Online-Videotheken in Deutschland im Jahr 2017 betragen. Das prognostiziert unter anderem eine Studie der Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers (PwC).
 
Plattformen entdecken Bedeutung des exklusiven Programmes
Einer der wichtigsten Filmproduzenten und Rechtehändler Europas, Jan Mojto von Beta Film, bestätigt diese Einschätzung. „Die neuen Plattformen waren anfangs nur reine Abnehmer. Aber mit ihrer zunehmenden Bedeutung werden sie inhaltliche Vorstellungen entwickeln und durchsetzen wollen. Sie entdecken die Bedeutung des exklusiven Programmes, denn durch die Exklusivität steigt ihre Attraktivität.” Das sagte Mojto jetzt in einem Interview mit dem Magazin der Film- und Medienstiftung NRW im Vorfeld der TV-Messe. Ein prominentes Beispiel ist die Serie „House of Cards”, die exklusiv für den Streamingdienst Netflix produziert wurde und international Erfolg hat.
 
Hintergrund MIPTV
Die MIPTV in Südfrankreich zeigt, was schon bald in Millionen Wohnzimmern über die Bildschirme flimmert. Die Ware der Messe sind Fernseh- und Filmprogramme. Mehr als 10.000 Verantwortliche aus Sendern, Produktionsfirmen, Programmvertrieben, Internetplattformen und Medienkonzernen aus aller Welt bevölkern regelmäßig die Croisette und das Palais des Festivals in Cannes, um hier geeignete Programme zu suchen und zu finden. An diesem Milliardengeschäft beteiligen sich auch deutsche Unternehmen und Sender. Beta Film etwa zählt mit über 15.000 Stunden Programm zu den größten Vertrieben außerhalb der USA. Und der Vertriebsarm des Zweiten Deutschen Fernsehens, ZDF Enterprises, erwirtschaftet nach Angaben des Geschäftsführers Alexander Coridaß mit dem Programmhandel bis zu 85 Millionen Euro jährlich.

 


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