DAUN, 24.06.2014 - 14:43 Uhr
Entertainment - Veranstaltungen

Pro Digital TV diskutiert Erfolgsmodelle für Medienmittelstand

Kleinere unabhängige Fernsehsender standen im Mittelpunkt des 33. Medienfrühstücks von Pro Digital TV. Am 18. Juni wurden in Berlin in den Geschäftsräumen der TVN Group Erfolgsmodelle für den Medienmittelstand vorgestellt. Dabei wurde der Bogen der Betrachtung über die gesamte Wertschöpfungskette gezogen - von der Produktion über innovative Programmansätze und Vermarktungsstrategien bis hin zu rechtlichen und medienpolitischen Stolperfallen bei der Gründung und Markteinführung neuer Sender. Dies teilte Pro Digital TV am 24. Juni mit.

Neue Streaming-Lösung für Bewegtbildkontribution

Gastgeber TVN Group, 1984 als Tochter der Verlagsgruppe Madsack als Technischer Dienstleister für TV-Sender und – Produktionen gegründet, stellte seine „Streaming-Lösung für Bewegtbildkontribution“ vor. Die handliche „Fly Away-Lösung“ erlaubt überall auf der Welt – auch in Regionen fernab von Stromversorgung oder Internetzugängen - eine professionelle Übertragung von vor Ort erstellten Rundfunkbeiträgen. Gleichzeitig kann sie als Internet Access Point für Produktionsteams vor Ort dienen – und das zu überschaubaren Preisen.

Joiz geht neue Wege in Vermarktung

Britta Schewe, Head of Content Distribution & Sales des Jugendanbieters Joiz, stellte den Social TV-Sender vor. Joiz ist in der Schweiz seit drei Jahren aktiv; in Deutschland ist der Sender seit August 2013 mit einem deutschen Programm aus Berlin auf Sendung und baut seine Nutzung kontinuierlich aus. Joiz lebt vor allem von der Interaktion mit seinen Zuschauern. Angesprochen wird ein überwiegend junges Publikum, das den Sender neben den klassischen Verbreitungswegen über das Internet konsumieren kann und über die verschiedensten Wege (Facebook, Instagram, Twitter etc.) mit dem Sender kommuniziert. Um Werbekunden zu gewinnen, geht Joiz neue kreative Wege der Vermarktung. Dazu gehören u.a. Kooperationen mit Werbepartnern wie Branded Entertainment oder Produktplatzierungen. Für kleine Sender die sich über klassische TV Werbung refinanzieren wollen, erläuterte Stefanie Möbius, Büro für Moderne-Werbung TV, die richtigen Strategien. Anhand von Beispielen für die Ansprache und Betreuung von mittelständischen Werbekunden wurde erklärte, warum die Ansprache dieser Klientel erfolgversprechend ist.

Rechtliche Stolpersteine

Der Medien- und Kartellrechtler Michael Schmittmann von der Düsseldorfer Kanzlei Heuking Kühn Lüer Wojtek zeigte die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Verbreitung neuer und junger TV-Angebote auf, wies auf rechtliche Stolpersteine hin und gab Tipps, wie man diese umgeht. Von den Kosten der Lizenzierung über die Notwendigkeit, sich für verschiedene Verbreitungswege zu entscheiden, vom Zugang zu Plattformen und urheberrechtlichen Implikationen bis hin zur Frage, an wen man sich bei strittigen Fragen mit Plattformbetreibern wendet, gab Schmittmann praxisnahe Beispiele. Insgesamt betonte er die Notwendigkeit, dass kleinere Sender über eine gemeinsame Plattform ihre Anliegen vertreten, um im Kampf „David gegen Goliath“ bestehen zu können. Das nächste Medienfrühstück findet am 23. September in Wien statt. Gastgeber ist dann die Österreichische Rundfunksender GmbH (ORS).

www.prodigitaltv.de


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