DAUN, 16.12.2020 - 10:48 Uhr
Entertainment - Veranstaltungen

Radiojubiläen zum Jahresende

Im Kalender der Rundfunkgeschichte stehen zum Jahresende zwei Geburtstage: Vor 120 Jahren, im Jahr 1900, unternahm der kanadische Elektrotechniker Reginald Aubrey Fessenden (1866 bis 1932) erste Versuche zur drahtlosen Übertragung von Sprache. Vor 100 Jahren, im Jahr 1920, sendete die posteigene Hauptfunkstelle Königs Wusterhausen mit Hilfe eines Lichtbogensenders auf Langwelle vorgelesene Zeitungstexte und Schallplattenmusik. Am 22. Dezember 1920 wurde erstmals ein drahtlos übertragenes Instrumentalkonzert gesendet. Zahlreiche Hörer in bis zu 2.000 Kilometern Entfernung und viele Zeitungen äußerten sich begeistert über den Empfang des Konzerts. Dies gab dem Rundfunk wichtige Impulse für die weitere Entwicklung.

Basistechnologie für den Rundfunk war die Entdeckung des Physikers Heinrich Hertz aus dem Jahr 1887. Er wies nach, dass sich unsichtbare elektromagnetische Wellen wie Licht ausbreiten. Der so genannte „Hertzsche Oszillator“ konnte Wellen erzeugen, die auf der Empfängerseite Funken hervorriefen. Dieser Tatsache verdanken wir auch die Begriffe „Funk“ und „Rundfunk“. Dem Nachweis der Wellenausbreitung durch Heinrich Hertz gingen zahlreiche Überlegungen und Forschungen voraus. Beispielsweise vom schottischen Physiker James Clark Maxwell, der 1865 erklärte: „Elektrische Wellen verbreiten sich wie Licht“.

Die damals entdeckten, erforschten und über die Jahre weiterentwickelten Techniken und Verfahren legten den Grundstein für Hörfunk und Fernsehen. Egal, ob in analoger oder digitaler Technologie, die physikalischen Grundlagen sind identisch. Auch andere Anwendungen wie die drahtlose Übertragung von Daten über WLAN-Netzwerke, Bluetooth und Near Field Communication (NFC) basieren auf den Grundlagen der Rundfunktechnik.

Das Radio ist für viele Menschen nach wie vor die wichtigste Informations- und Unterhaltungsquelle. So nutzen 53 Prozent der Befragten im Rahmen einer gfu Studie* das Radio für Musik und Information. Neben der klassischen Ausbreitung via Rundfunk gewinnt die Online-Nutzung von Radio-Angeboten mehr und mehr an Bedeutung. Knapp 71 Prozent** der Bevölkerung nutzen zumindest gelegentlich Online-Radioangebote. Dabei dienen für 76 Prozent** das Smartphone und bereits für 14 Prozent** ein Smart Speaker als Empfangsgerät.

Auch die Geräte-Ausstattung kann sich sehen lassen: In 94 Prozent** aller Haushalte in Deutschland steht mindestens ein Radio, bereits 24 Prozent** der deutschen Haushalte besitzen ein digitales DAB+ Radio und 14 Prozent** verfügen über eine Empfangsmöglichkeit für Internet-Radio.

Wer mehr zur Geschichte des Radios erfahren möchte, dem empfehlen wir die aktuelle Austsellung ON AIR - 100 Jahre Radio die bis zum 9. August 2021 im Museum für Kommunikation Berlin zu besuchen ist - oder einen Blick in unsere InfoDigital November-Ausgabe.

* Repräsentative Online-Befragung der gfu Consumer & Home Electronics GmbH vom Juli/ August 2020 mit 2.000 Teilnehmer*innen aus Deutschland.

** Quelle: Digitalisierungsbericht der Landesmedienanstalten 2020.

 

 


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