DAUN, 18.08.2022 - 16:03 Uhr
Entertainment - Unternehmen

RBB: Brandstäter kündigt Ende der Bonus-Zahlungen an

Der geschäftsführende Intendant des Rundfunk Berlin-Brandenburg, Hagen Brandstäter, hat angekündigt, dass die Geschäftsleitung des Senders ein Ende der Bonus-Zahlungen anstrebt und in diesem Jahr keine zusätzlichen Zahlungen in Anspruch nehmen wird. In der Sendung „rbb-Spezial der Talk“ sagte er: „Wir sind uns in der Geschäftsleitung einig, dass dieses System der leistungsorientierten Vergütung für die Führungskräfte (...) keine Zukunft mehr hat.“ Man werde den Verwaltungsrat um Prüfung bitten, dieses System so nicht weiter fortzuführen, sagte Brandstäter und fügte an: „Ich wage die Prognose, dass es das so (...) nicht weiter geben wird.“

Vor der Sendung hatte die Geschäftsleitung des Senders der Belegschaft des rbb die Höhe der Bezüge der Direktoren offengelegt. Die Grundbezüge der vier Top-Manager an der Spitze des rbb betrugen demnach zwischen 196.000 und 230.000 Euro, die leistungsorientierte zusätzliche Vergütung betrug zwischen 30.738 Euro und 39.195 Euro. Zuvor hatte das rbb-Recherche-Team darüber berichtet, dass die viel diskutierten zusätzlichen Zahlungen höher ausfallen als bisher bekannt.

René Althammer ist der Leiter des Recherche-Teams und betonte in der Talkrunde, wie eigentümlich die Situation sei, dass er mit seinem Team im Haus gegen das Haus recherchiere. Er hätte sich eine Offenlegung schon früher gewünscht, sagte er. Intendant Brandstäter sagte, er habe abwarten müssen, ob er die Stillschweigen-Vereinbarung aus den Arbeitsverträgen aufheben dürfe und diese Information habe er nun erst vom Verwaltungsrat bekommen.

Der Chefredakteur von WeltN24, Ulf Poschardt, lobte in der Sendung die Recherchen der rbb-Kollegen: „Jetzt ist es an der Zeit, möglichst große Transparenz herzustellen und das ist für mich der erste Schritt in die richtige Richtung.“ Er erneuerte aber auch seine Kritik am öffentlich-rechtlichen System. Es gebe zu viele doppelte Strukturen und der öffentlich-rechtliche Rundfunk sei politisch zu einseitig.

 


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