DAUN, 24.06.2022 - 14:17 Uhr
Entertainment - Veranstaltungen

SALSAT-Mission präsentiert sich im Rahmen der ILA in Berlin

Durch die immer stärker wachsende Zahl an Satelliten, vor allem Pico- und Nanosatelliten, gibt es inzwischen – besonders in den Frequenzen im VHF- und UHF-Band – Interferenzprobleme. Um auch künftig eine zuverlässige Kommunikation zu gewährleisten, ist es daher wichtig, diese „Störquellen“ aufzuspüren und zu identifizieren. Genau dort setzt die innovative Nanosatellitenmission Spectrum AnaLysis SATellite – SALSAT – an und leistet seit dem erfolgreichen Start am 28. September 2020 einen entscheidenden Beitrag zur effizienten Nutzung der limitierten Ressource des Funkspektrums.

Nach den pandemiebedingten Einschränkungen bietet die ILA, welche momentan vom 22. – 26. Juni 2022 in Berlin stattfindet, eine ideale Gelegenheit, aktuelle SALSAT-Betriebsergebnisse einem Fachpublikum vorzustellen.

So hat die Technische Universität Berlin (TU Berlin) auf dem Gemeinschaftsstand 432 des Deutschen Zentrums für Satelliten-Kommunikation e.V. (DeSK) in Halle 6 am 23. Juni zwischen 12:00-14:00 Uhr die knapp 50 geladenen Gäste ‚live‘ über Entwicklungen der Mission informiert:

Nach der Einführung von Professor Enrico Stoll, Leiter des Fachgebiets Raumfahrttechnik der TU Berlin und einem Grußwort von Dr. Siegfried Voigt als Vertreter der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR haben Jens Freymuth, Projektleiter SALSAT und Philipp Wüstenberg, Systemingenieur bei SALSAT, den Status Quo des Projektes erläutert:

Neben einem Überblick zum aktuellen Stand des Vorhabens wurden mehrere Optimierungen der Betriebssoftware und RF Parameter zur weiteren Steigerung der Leistungsfähigkeit des Systems vorgestellt. Sehr positiv dabei ist die Fertigstellung der Signalprozessierungskette am Boden, welche nun weitere Experimente zur Analyse der RF Performance des Systems mit Projektpartnern ermöglicht und Methoden der Automatisierung für Missionsbetrieb und Datenauswertung zulässt. Mit dem Geoforschungszentrum Potsdam wird aktuell außerdem eine Untersuchung zur Signalreflektrometrie durchgeführt. Zum Schluss konnte die TU Berlin eine erste Version der globalen RF Heatmap für den Amateurfunkbereich im UHF-Band präsentieren. Diese wird ab Herbst 2022 offen verfügbar sein.

Anschließend warf Jens Freymuth – zusammen mit Arslan Brömme von Vattenfall – mit RACCOON einen Blick in die Zukunft: Die Sicherung kritischer Infrastruktur gegenüber Angriffen – verstärkt auch Cyber-Attacken – nimmt eine immer größere Bedeutung ein. Vor allem Energieerzeugung und -verteilung kommt in unserer vernetzten, modernen Gesellschaft eine systemrelevante Bedeutung zu. Für Kraftwerks- und Verteilnetzbetreiber gilt es, eine sichere und zuverlässige, drahtlose Kommunikation ihres internationalen, weit verzweigten Netzwerkes zur Energieerzeugung und Verteilung zu garantieren.

Genau da setzt das geplante Vorhaben der TU Berlin Robust And seCure post quantum COmmunication fOr critical iNfrastructure – RACCOON – an und kombiniert hochmoderne Technologien aus den Bereichen Raumfahrt, Kommunikation und IT-Sicherheit, um volkwirtschaftlich relevante bzw. kritische Infrastruktur zu schützen.

Das Event wurde nach dem offiziellen Teil mit einem Get-together abgerundet, welches die Gelegenheit für einen weiterführenden Austausch geboten hat.

Durch die Veranstaltung führte das Deutsche Zentrum für Satelliten-Kommunikation. Der Verein betreibt im Auftrag der TU Berlin eine UHF-Bodenstation am Standort Backnang (Region Stuttgart).

 


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