DAUN, 12.09.2019 - 08:48 Uhr
Entertainment - Unternehmen

Schweiz: Weko könnte Öffnung des UPC-Kabelnetzes für Dritte verlangen

Die Schweizer Wettbewerbskommission (Weko) könnte die Übernahme des Kabelnetzbetreibers UPC durch die Telekommunikationsgesellschaft Sunrise zwar genehmigen, aber nur unter Auflagen.

Das berichtet die Schweizer Handelszeitung unter Berufung auf zwei unabhängige Quellen nach einer nicht-öffentlichen Anhörung in Bern. Als wahrscheinlichste Auflage gelte, dass Sunrise das UPC-Kabelnetz für alternative Festnetz-Internet-Provider wie Salt, Green.ch oder Init7 öffnen muss.

Bereits Ende Mai 2019 stellten die Wettbewerbshüter in ihrem Fragebogen zum Zusammenschlussvorhaben genau diese Frage in den Raum: "Erwarten Sie, dass Sunrise nach der Übernahme von UPC Vorleistungsprodukte im Bereich Breitband-Internet und Festnetztelefonie anbieten wird?", heißt es in dem Fragebogen, den die "Handelszeitung" einsehen konnte.

Solche Vorleistungsprodukte bieten die Swisscom und Elektrizitätswerke auf ihren Kupfer- beziehungsweise Glasfasernetzen an. Mit einem für Dritte offenen UPC-Kabelnetz entstünde ein Wettbewerb um alternative Provider, der zu mehr Preisdynamik führen könnte.

Die Weko würde damit dem Beispiel in Deutschland folgen: Vodafone durfte Unitymedia nur unter Auflagen übernehmen. Eine davon war die Öffnung des Kabelnetzes für den Konkurrenten Telefónica.

Bis Anfang Oktober 2019 will die Weko über das Zusammenschlussvorhaben entscheiden.

Von Dr. Jörn Krieger


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