DAUN, 04.12.2015 - 13:34 Uhr
Entertainment

SWR Rundfunkrat genehmigt Haushaltsplan 2016

Der Rundfunkrat des Südwestrundfunks (SWR) hat in seiner Sitzung am 4. Dezember 2015, in Stuttgart den Haushaltsplan 2016 genehmigt. Zuvor hatten bereits die Mitglieder der beiden Landesrundfunkräte über den Haushaltsplan beraten. Der Verwaltungsrat hatte ihn am 20. November 2015 beraten und festgelegt.

Intendant Peter Boudgoust sagte: „Auch im kommenden Jahr wird der Umbau des SWR eine unserer wichtigsten Aufgaben sein. Die Stärkung des Programms und der Ausbau der Multimedialität prägen unser Handeln. Ich bin froh, dass wir durch den 2010 begonnenen Einspar- und Umbauprozess früh die richtigen Weichen gestellt haben. 20 Prozent der insgesamt eingesparten Mittel werden reinvestiert, und zwar ausschließlich ins Programm. Für einen geringeren Rundfunkbeitrag als noch vor einem Jahr und bei gleichzeitig steigenden Kosten produzieren wir also weiterhin aktuelle und relevante Inhalte aus dem und für den Südwesten. Unser Publikum dankt es uns mit einer wachsenden Akzeptanz.“ Weiterhin wies Boudgoust auf programmliche Sonderanstrengungen hin: „2016 ist ein Jahr der Landtagswahlen in unseren beiden Bundesländern sowie ein Sportjahr mit der Olympiade in Rio und der Fußball-EM in Frankreich. Das führt dazu, dass wir mehr finanzielle Mittel einsetzen müssen.“

Die Eckdaten des Haushaltsplans sehen wie folgt aus: Die Summe der Erträge für das Jahr 2016 ist mit 1.195 Millionen Euro angesetzt. Die Summe der Aufwendungen ist mit 1.248 Millionen Euro geplant. Der Jahresfehlbetrag liegt bei 52,9 Millionen Euro. In diesem Bilanzergebnis ist die Zuführung zur Beitragsrücklage im Aufwand in Höhe von 42,8 Millionen Euro mit einberechnet. Das negative Ergebnis ist aus dem Eigenkapital gedeckt.

Verwaltungsdirektor Jan Büttner: „Für den SWR bedeutet der Haushalt 2016 eine große, gemeinsame Kraftanstrengung. Wir haben weniger Beitragsgelder, aber wir schaffen es dennoch, mehr Mittel fürs Programm zur Verfügung zu stellen, indem wir vorrangig in den Infrastrukturbereichen – Verwaltung, Produktion, Intendanz – sparen. Trotz einer finanziell angespannten Lage können wir so den Umbau des SWR hin zu einem multimedialen Programmanbieter stemmen.“

Der Vorsitzende des Rundfunkrats, Gottfried Müller: „Der SWR modernisiert und strukturiert sich um – den Blick stets auf die Kosteneffizienz gerichtet. Diese Strategie wird von allen im Haus mitgetragen. Umso wichtiger sollte uns eine angemessene finanzielle Ausstattung für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk im Allgemeinen und den SWR im Besonderen sein. Er nimmt seinen Auftrag sehr ernst, berichtet aktuell und aus den Regionen. Er wird seinem Auftrag gerecht und stellt z. B. Asylsuchenden Informationen und Unterstützung online über unser Land zur Verfügung – eine wichtige Hilfeleistung.“

Hans-Albert Stechl, der Verwaltungsratsvorsitzende des SWR: „Der Haushalt 2016 zeigt einmal mehr, dass der SWR die Zeichen der Zeit längst erkannt hat und seine Hausaufgaben macht. Doch auch die striktesten Sparmaßnahmen kommen irgendwann an ihre Grenzen. Als Gesellschaft muss uns klar sein, welche Bedeutung der öffentlich-rechtliche Rundfunk für uns und unsere Meinungsbildung hat. Die Länder sollten deshalb die Sender finanziell in die Lage versetzen, zumindest die normalen Preissteigerungen auffangen zu können.“


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